Freitag, 1.3.- Sonntag 3.3.2019

 

Es bleibt sehr windig und somit auch eher kühl. In den Windpausen machen wir uns wieder hinter unsere Malarbeiten. Die Farbe fürs Unterwasserschiff und das Antifouling sind eingetroffen. Am Montag in einer Woche kommt die Santjana für eine Woche aufs Trockene. Wir hoffen, das Wetter meint es gut mit uns, dh. Um die 15 Grad und keinen Niederschlag.

 

Montag 4.3. – Sonntag 10.3.2019

 

Heute Montag ist es wieder einmal kühl und bedeckt, wieder einmal Maltag an Bord. Die Temperatur ist grad so in etwa richtig für unsere Verschönerungsvorhaben.
Der Dienstag sieht uns auf einem Ausflug nach Sète wieder. Das Wetter gibt sich heute entschieden mehr Mühe als gestern, obwohl der morgendliche Kaffee bei Tonin and den drei Tischchen auf dem Trottoir vor dem Laden recht kalt wird. Dafür ist es im Bus sehr gut geheizt.
In Sète benötigen wir aber dennoch einen zweiten Kaffee zum aufwärmen und zum richtig wach werden. Es geht weiter Richtung Hafen von Sète, draussen auf der Hafenmauer ist der alte Leuchtturm für Besucher geöffnet. Also erklimmen wir die 126 Treppenstufen bis wir die Aussichtsplattform erreichen. Der Blick über den Hafen ist wirklich sehenswert. Tief unter uns sind grad einige Skipper am Reinigen und Malen der Unterwasserschiffe ihrer Boote. Das blüht uns dann nächste Woche ja auch noch ….
Unser Stadtbummel führt uns zur Markthalle von Sète, eine Degustation de Huitres lockt uns zum Verweilen an. Also die Huitres gratinées sehen ja auch noch lecker aus, also müssen wir auch noch einige probieren!

 

Die Zeit vergeht wieder wie im Flug!

 

Zur Feier meines 62. Heute Mittwoch lassen wir uns mit einem Petit Déjeuner im Harlequin verwöhnen. Ich freue mich sehr über das Telefon am Nachmittag mit Nico, es ist eine tolle Geburtstagsüberraschung.
Der Rest der Woche wird von Arbeiten an der Fernsteuerung für die Ankerwinde beansprucht. Anstelle einer verkabelten Steuerung der Ankerwinde habe ich mich entschlossen die alte drahtlose Fernsteuerung gegen eine neue Drahtlose auszutauschen. Das geht einfacher als nochmals neue Löcher durch Schotts zu bohren und neue Kabel nach hinten in die Kabine zu ziehen. Anfänglich bin ich zwar etwas skeptisch, wie das wohl auf unserer Alu OVNI funktioniert. Aber nach etwas Programmierung und herumprobieren funktioniert die Bedienung von Deck aus perfekt.
Am Samstag ziehen wir um in unsere neue Unterkunft für die Zeit, in der die Santjana in der Werft auf dem Trockenen stehen wird. Die Wohnung ist zwar nicht sehr gross, dennoch geniessen wir unter anderem die großartige Dusche und die Heizung in der Wohnung. So ist es doch etwas komfortabler als eine Woche lang auf dem Boot an Land auszuharren.

 

Montag 11.3. – Sonntag 17.3.2019

 

Santjana kommt heute Morgen um 10.00 aus dem Wasser, natürlich bläst es wieder einmal entschieden zu heftig. Wir manövrieren die Santjana quer durch den Hafen vor die Werft, wo sie von einem 50t Travellift aus dem Wasser gehoben wird und auf einem Gestell an Land abgesetzt wird. Immer wieder ein prickelnder Moment, wenn das tonnenschwere Boot so an den Krankabel über den Boden schwebt. Da hat sich über das letzte Jahr doch einiges an maritimen Lebewesen auf dem Unterwasserschiff angesiedelt. Also erstmal mit grossen Spachteln das gröbste abkratzen, um dann mit dem Kärcher den Rumpf sauber zu spritzen. Dank dem Wind, der immer noch über den Hafen und die Werft fegt, fliegt das ganze Wasser und der Dreck weg nach hinten und verschwindet irgendwo zwischen den im Parkplatz abgestellten Autos. Na, die Besitzer werden ihre Freude haben, wenn sie am Abend ihren Wagen wiedersehen …..

Am zweiten Tag schleifen wir den Rumpf und tragen Haftgrund auf. Am Mittwoch folgt der Anstrich mit Epoxyprimer. Zuvor tausche ich alle Anoden am Rumpf und Propeller, kein Vergleich mit den alten Anoden, besonders die Propelleranode ist stark abgenutzt. Der Propeller sieht allerdings noch sehr gut aus, fast wie neu.
Den Heckspiegel schleifen wir ebenfalls, grundieren und streichen ihn ebenfalls neu.
Dazwischen muss die Santjana nochmals an den Kran, damit wir auch die Auflageflächen mit behandeln können.
Am Freitag folgt dann der Anstrich mit Antifoulingfarbe, das helle Blaue steht der Santjana sehr gut finden wir.
Nachdem wir den Samstag und Sonntag für die Abschlussarbeiten am Heck verwendet haben, soll die Santjana am Montagnachmittag um 14.00 wieder an den Kran zur Einwasserung. Aber an der Grutage herrscht grosse Hektik. Die Mitarbeiter der Capitainerie haben zwei grosse Pontons an die Hacken genommen, um diese ans Land zu heben. Der eine Po ton bricht entzwei und muss anschliessen mit einem Trax abgebrochen werden. Meine Frage, wie lange dies wohl noch gehen würde wird mit einem Achselzucken beantwortet. Ob wir allenfalls unseren Krantermin auf morgen verschieben müssen? Eigentlich solle es heute noch klappen, aber wann? On vera ….
Mit Stunden Verspätung hängt unser schwimmendes Zuhause dann wieder am Hacken, zwar etwas schief, aber sie übersteht den Transport unbeschadet, um kurze Zeit später wieder in ihrem Element zu schwimmen. Jetzt noch kurz die Wellendichtung fluten, damit sie nicht trocken läuft. Bald verlassen wir den Werftplatz und steuern unseren alten Liegeplatz wieder an. Durch die Verspätung hat der bockige Wind etwas nachgelassen. Dann geht es ans aufräumen an Bord.
Dienstag geht es wieder einmal zur Briccolage nach Agde, wir brauchen noch einige Malerartikel.
Die Woche in der Werft hat auch ihre Spuren an Deck hinterlassen. Die ganze Spritzerei links und rechts von uns haben einiges an Dreck auf unserem Deck hinterlassen. So wird das Deck am Dienstag richtig abgeschrubbt und abgespritzt, der Erfolg ist absolut sichtbar. Das Deck ist wieder weiss und nicht mehr schmutzig beige.

 

Montag 18.3. – Sonntag 24.3. 2019

 

Um 14.00 soll die Santjana wieder ins Wasser kommen. Die Einwasserungsstelle ist jedoch von grossen alten Pontons belegt. Die abgebrochen werden sollen. Der eine Ponton ist mittlerweile beim Transport mit den beiden Portalkränen in der Mitte gebrochen. Gosse Diskussion unter den Capitaineriemitarbeitern. Kurz vor Zwei trifft ein Tieflader mit einem grossen Abbruchbagger auf dem Werftgelände ein. Nach einigem Hin und Her sind wir nach 16.30 Uhr wieder flott und können zu unserem Liegeplatz zurück.
Der Dienstag sieht uns mit Frühjahrsputz an Deck beschäftig, der Dreck von der Werftwoche muss wieder runter.
Am Mittwoch ziehen wir aus unserer Wohnung aus und wieder in unser schwimmendes Heim um.
Das Wetter ist tagsüber frühlingshaft, nur in der Nacht nähert sich das Thermometer wieder bedrohlich der Nullgradmarke. Tagsüber sind wir mit Ausbesserungsarbeiten am Anstrich beschäftigt.
Schleifen, grundieren, nochmals grundieren, erster Anstrich mit Decklack, zweiter Anstrich mit Decklack.
Am Donnerstag besuchen wir das letzte Mal den Wochenmarkt in Agde.
Freitags wird unser Cockpit geschruppt zur Vorbereitung der Malerarbeiten am Cockpitboden.
Sonntags wird die Santjana auf Sommerumgestellt, vier grosse Reisetaschen mit Kleidern werden aus der Backskiste ans Tageslicht gezerrt, um anschliessend mit unseren Winterkleidern wieder in den Tiefen des Laderaums versenkt zu werden.

 

Montag 25.3. – Sonntag 31.3.2019

 

Montag machen wir unseren letzten Grosseinkauf beim Hyper U.
Leider erwischt mich am Dienstag ein lästiger Grippevirus, so bin ich die nächsten paar Tage etwas lädiert und muss Doris den Hauptanteil der Malerarbeiten an der Heckplattform überlassen.
Am Donnerstag geht es wieder so einigermassen, so dass wir unser vorgesehenes Abschieds- Tapas im «Au Bout du Quai» feiern können. Das Dinghi wird auch wieder zusammengestellt, aufgeblasen und am Heck der Santjana aufgehängt.
Gestern habe ich noch alle unsere bisherigen zurückgelegten Strecken zusammengezählt, wir sind bisher stolze 6724 sm mit der Santjana gefahren. Wann wir wohl die 10'000 sm Marke knacken?