Dienstag, 1. - 6. Januar 2019
Nach dem z’Morge im «Harquin» machen wir einen langen Neujahrsspaziergang zum Plache Richelieu, es windet stark und wir treffen sehr selten andere Neujahrsspaziergänger an unterwegs. Mal wieder etwas Neues, auf dieser Seite der Stadt waren wir bisher noch nie. Der Infrastruktur mit Parkplätzen, Gehwegen und Restaurants muss es in der Hochsaison hier brechend voll sein. Jetzt hat es lediglich einige Strandläufer und Familien, die Drachen steigen lassen.
Am Mittwoch ist wieder einmal Wäschetag angesagt. In der Wartezeit sitzen wir im «Cactus» bei einem Café und suchen uns eine Bleibe, für die Woche im März, wenn die Santjana ins «Trockendock» für den neuen Unterwasseranstrich kommt.
Am Freitag holen wir wieder einmal 40l Diesel von der nahen Tankstelle, unsere Heizung läuft recht häufig und hat Durst.
Am Freitag machen wir einen Abschiedsbesuch im Weihnachtsmarkt und probieren ein «echtes» Walliser Raclette, es macht Lust selber wieder einmal Raclette an Bord zu machen, was wir dann am Sonntagabend auch nachholen. Danach gibt es wieder einmal einige Folgen «Star Trek Enterprise».

 

Montag 7.1. - 13.1 2019

 

Das Wetter ist zunehmend winterlich, windig und es wird immer kälter. Am Freitag haben wir kleine Eiszapfen an unserem Luk in der Bug Koje. Trotzdem die Heizung im Dauereinsatz ist, wird es nur mässig warm im Schiff. Am Wochenende bringt eine Warmfront viel Niederschlag in der Schweiz, Schnee aber nur in mittleren bis in hohe Lagen. Unser Telefon mit Nico wird durch Pfeifen in den Riggs, schlagenden Schoten und anderen Hafengeräuschen untermalt. Hier unten wird es kräftig wärmer, der Wind hat nochmals kräftig zugelegt und erreicht in der Sonntagnacht Spitzenwerte über 45 Knoten. 

 

Montag, 14.1. – 21.1.2019

 

Am Dienstag ist es mal wieder sonnig und warm, dazu fast windstill, ein Grund um im «Au Bout du Quai» ein paar Tapas zu probieren und den Sonnenschein zu geniessen. Beignet de Calamares, Brochettes de Poulet, Pain de Tomates et des frites, es kommen beinahe schon Frühlings Gefühle auf.
Am Donnerstag wird unserem wackeren Dieselmotor frisches Öl, samt Filter, Diesel Filter und Kühlwasserpumpe spendiert, damit sollten wir Motormässig für die neue Saison gewappnet sein.
Der Freitag sieht uns wieder einmal beim wöchentlichen Einkauf im Briccolage und Hyper U. Die Busstationen auf dem Weg zum Hyper U kennen wir mittlerweile bereits auswendig.
sonntags ist es kühl, windig und regnerisch. Wir vertreiben uns die Zeit mit einigen Folgen NCIS
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Montag, 21.1. – 28.1.2019

 

Am Montag gelingt es uns wieder einmal mit Nico zu telefonieren, nachdem die Betriebsferien im «Cactus» vorbei sind. Wir haben uns viel zu erzählen, derweil wir uns im Wintergarten des Cactus um einen kleinen Ofen hocken, um einigermassen warm zu haben. Das Wetter bleibt hier unfreundlich und windig, offensichtlich hält jetzt der Winter so richtig Einzug. Nicht nur die Pyrenäen, sondern auch die Hügel im nahen Hinterland sind mittler weilen schneebedeckt. Gegen das Ende der Woche wird es nochmals kälter, wir fragen uns, wann wir hier unten am Meer wohl die erste Schneeflocke sehen.

Wir öffnen regelmässig die Bodenplatten, um das Kondenswasser aus der Bilge zu bekommen. Am Samstag hat es sehr viel mehr Wasser als sonst in der Bilge. Nach einigem Suchen finde ich die Ursache, das Expansionsgefäss im Trinkwassersystem ist undicht geworden. Zuerst versuche ich das Leck temporär abzudichten, allerdings rinnt jedes Mal, wenn die Pumpe läuft einiges Wasser in die Bilge.
Zusätzlich macht auch nochdas Pump-Klo Zicken. Es blockiert immer mehr und am Sonntag geht gar nichts mehr.

 

Montag, 28.1. 2019 – 31.1.2019
Im ersten Bootsausrüster finden wir einen Ersatz für unser noch nicht so altes WC. Leider gibt es dort aber kein Expansionsgefäss und keinen WC- Schlauch. Den finden wir dann beim nächsten Schiffsausrüster. Mit WC- Schüssel und Expansionsgefäss bewaffnet machen wir uns auf den Heimweg zur Santjana.

 

Der Dienstag findet mich kniend und fluchend beim Austausch des undichten Expansionsgefässes. Was sich der Installateur beim Einbau des ursprünglichen Gefässes nur überlegt haben mag? Ich versuche das neue Gefäss an einem besser zugänglichen Platz zu montieren. Natürlich fehlen die dafür notwendigen Montagewinkel. Also auf zum «nahegelegenen» Briccolage Center. Drei Stunden später sind wir nach hin und herfahren mit dem Bus, Winkel suchen und einem Kaffee zum Aufwärmen wieder auf der Santjana. Löcher bohren, Winkel montieren und schon ist das Expansionsgefäss fest verschraubt. Aber leider stimmen die Anschlüsse des Gefässes nicht mit den Anschlüssen am alten Gefäss überein, obwohl es der korrekte Ersatz ist. Also nochmals zu den Schiffsausrüstern, um einen entsprechenden Adapter zusammen zu tüfteln. Auch diese Hürde wird früher oder später genommen werden….

Am Dienstag beginnt der eklige Teil, das alte WC muss ausgebaut und dazu erstmal trockengelegt werden. Das beschäftigt mich den ganzen Vormittag. Am Nachmittag ist das neue WC eingebaut, der Ablauf ist aber noch immer verstopft.
Also baue ich am Mittwoch erstmal das Dreiwegventil im Abfluss aus, öffne es… es ist völlig zu! Also wieder zu den Schiffsausrüstern, um einen Ersatz zu kaufen. Nein, ein solches Ventil hätten sie nicht an Lager, die Lieferzeit bei Bestellung wären drei bis vier Wochen!
Also wieder zurück auf die Santjana und das Teil reinigen, drei unbeschreibliche Stunden später (Igitt) ist das Ventil wieder «fast» wie neu und trotz der ursprünglichen Verschmutzung recht sauber.
Also am Donnerstagmorgen wieder alles zusammenbauen, auf Dichtheit prüfen und testen. Das Wasser kann ich ins WC pumpen, aber hinausgeht …. «NICHTS»!
Also doch der Schlauch, auch den noch austauschen. Der Schlauch wird vom Klo um einige Ecken und durch zwei Löchern in den Schotts geführt, das wird sich wieder heiter werden.