Montag 1.4.2019 – Blanes
Kurz vor Palamos studiere ich nochmals das Hafenhandbuch um mir die Details der Einfahrt nochmals in Erinnerung zu rufen. Mein Blick fällt auf einen Eintrag «High Price». Per Internet frage ich die Tarife der Marina ab, hmmm. Dreimal teurer als Blanes. Da fahren wir doch lieber zwei Stunden weiter nach Blanes und lassen Palamos an Steuerbord liegen.
In Blanes werden wir von zwei freundlichen Marineros in Empfang genommen, nachdem wir uns über Funk bei der Capitania gemeldet haben. Nach dem Festmachen legen wir uns erst noch einmal für ein paar Stunden in die Koje und holen den verrumpelten Schlaf der vergangenen Nacht nach.
Ausgeruht machen wir uns dann auf an Land. Es ist Markttag in Blanes, die ganze Uferpromenade entlang reiht sich ein Stand am anderen. Wir schlendern den Buden entlang, Doris ist im Element. Nach dem Marktstress erholen wir uns bei einem Cafe con Leche in einer der Bäckereien in Blanes.

 

Dienstag 2.4.2019 – Castel de Sant Joan

Am Morgen ist es immer noch kühl, um nicht zu sagen kalt, die Heizung kommt vor dem Frühstück noch immer zum Einsatz. Am Vormittag machen wir uns auf zum Castel de Sant Joan hinauf zu laufen. Der Weg führt über einige steile Treppen, die entsprechend Schweiss kosten. Droben empfängt uns ein steifer Westwind, der uns rasch wieder trocknet. Die Aussicht ist schön, wenn auch etwas diesig und wolkenverhangen.
Die kleine Wanderung hat uns durstig gemacht, leider versteckt sich die Sonne hinter dicken Wolken und es wird merklich kühler, so bleibt das Bier wenigstens lang kühl.

 

Mittwoch, 3.4.2019 – Blanes im Regen

 

Heute ist Regen angesagt, er lässt nicht lange auf sich warten. Bordalltag mit Lesen.

 

Donnerstag, 4.4.2019

 

Heute hatten wir eigentlich vor, mit dem Bus nach Barcelona zu fahren. Allerdings ist es am frühen Morgen noch so kalt, dass uns die Lust auf den Ausflug vergeht. Stattdessen verkriechen wir uns noch einmal in der warmen Koje. Etwas später finden wir uns dann im Pafi ein, zu Croissants und Kaffee. Zwischendurch meldet sich Ursi per Telefon, schön mit ihr so per Videochat zu plaudern. Am Nachmittag verbessert sich dann Wetter wieder und die Sonne bricht hervor. So steht ja einem langen Spaziergang am Strand entlang nichts mehr im Weg.

 

Freitag, 5.4.2019 – Ausflug nach Barcelona

 

Heute klappt es tatsächlich mit dem frühen Aufstehen und bereitmachen für die Busfahrt nach Barcelona. Es ist bereits am frühen Morgen einiges wärmer als gestern. Nach etwa 20 Busstationen hat sich der Bus schon ordentlich gefüllt, nur noch wenige Sitzplätze sind noch frei. Um halb neun verlassen wir den Bus bei der Estacion del Norte und gehen zu Fuss zur Segrada Familia. Super, erst ganz wenig Leute warten für den Besuch der Sehenswürdigkeit. Als wir dann aber das Inofdisplay konsultieren müssen wir zu unserem Schrecken feststellen, dass die nächste Führung mit freien Plätzen erst um 13.00 stattfinden wird. Das ist uns dann doch viiiiel zu lange. So gibt es dann erst mal einen Cafe con leche mit einem feinen Bocadillo zum z’Morge. Als wir die Cafebar dann eine knappe halbe Stunde verlassen, hat der Besucheransturm dann vollends eingesetzt. Offensichtlich haben jene Cars ihre Menschenfracht ausgespuckt, ganze Heerscharen belagern jetzt das Eingangstor. Wir verlassen die Segrada Familia und machen uns zu Fuss auf zur Placa de Catalunya. Dort hat es zur Zeit zwar noch mehr Tauben als Touristen, aber das wird sich bald ändern. La Rambla ist dicht bevölkert, nur langsam finden wir unseren Weg in Richtung Hafen. Das Wetter zeigt sich eher von seiner April-Seite. Es ist wolkig, windig und eher kühl. Wir knabbern zwar draussen an unseren Nachos, aber ehrlich gesagt, ist es eher eine kalte Angelegenheit. Am Nachmittag machen wir uns dann wieder auf in Richtung Estacion del Norte. Erst zurück durch La Rambla, wo wir erst durch zahlreiche Neptuns, Picassos, Don Quichotes, Seeungeheuer und was weiss ich für Gestalten von Strassenkünstler laufen müssen. Dann wieder durch zahllose schlendernde Touristen, die von geschäftstüchtigen Kellnern in die vielen Strassenbars gelockt werden. Etwas abseits der Rambla machen wir noch einmal Halt in einer Bäckerei für ein Stück Apfeltorte und einem weiteren Kaffee.

 

Bald ist es 17.30, Zeit den Bus Richtung Blanes zu besteigen. Barcelona war heute viel angenehmer als letztes Mal, viel weniger Leute und etwa 25 Grad kühler!

 

Samstag, 6.4.2019 – Blanes

 

Heute Morgen geniessen wir wieder einmal einen z’Morge Kafi im Pafi, dazu gibt es tolles WiFi. Der Gemüsemarkt ist eine Augenweide, viele Stände die ihre lokalen Produkte ausstellen und anbieten.

 

Sonntag, 7.4. 2019 – Blanes

 

Wir steigen nochmals zum Castel de Sant Joan hinauf. Diesmal geraten wir schon weniger ausser Puste. Der Trainingseffekt der 443 Treppenstufen ist nicht zu vernachlässigen. Gegen Abend gibt es ein tüchtiges Gewitter, das erste Mal blitzt und donnert es im 2019!

 

Montag, 8.4.2019 – Blanes

 

Wir bereiten das Auslaufen von Morgen vor, Wasser, Diesel, Vorrat, Getränke werden ergänzt. Das Wetter sieht etwas durchzogen aus. Für morgen früh ist Regen angesagt auf dem Weg nach Mallorca. Na, mal sehen wie es wird.

 

Dienstag, 9.4.2019 – Blanes

 

Ein weiteres Gewitter weckt uns am Morgen, denn Wecker hätten wir gar nicht gebraucht. Leider hat sich die Wetterlage nicht zum besseren gewendet. Wir bleiben unter Tiefdruckeinfluss und es bleibt den ganzen Tag regnerisch bzw. gewittrig. Wir verzichten daher auf eine nass-kalte Überfahrt nach Mallorca und hängen einen weiteren Hafentag an. Es ist einfach nur toll, wenn man sich so Zeit nehmen kann. Bei unseren früheren Segeltörns, bei denen wir ein Boot für zwei Wochen gechartert hatten, muss man dann halt einfach weiter, ob es einem gefällt oder nicht. Das hier ist doch schon wesentlich entspannter. Jetzt verbringen wir den Rest des Tages an Bord mit Lesen und Blog schreiben und können die herrlichen Duschen hier in der Marina noch einmal geniessen!

 

Mittwoch, 10/11.4.2019 - Blanes - Alcudia

 

Zuerst brauchen wir nochmals einen Kaffee mit Croissants im Pafi, dann kommen wir langsam in Fahrt.

 

Um halb Elf werfen wir die Leinen los und verlassen die kleine aber feine Marina von Blanes. Wir nehmen Kurs auf Alcudia am Nordostzipfel von Mallorca, ca. 110sm. Die See hat sich beruhigt vom gestrigen Wind.

 

Nach einigen Stunden drückt dann doch noch unangenehmer Schwel von der Seite und bringt die Santjana zum Schaukeln.

 

Wir haben zu wenig Winddruck in den Segeln, die wieder einmal wirkungslos herumflappen.

 

In der zweiten Hälfte gibt es dann endlich mehr Wind, der uns mit 3-4 Bf in Richtung Mallorca schiebt.

 

Nach Cabo Formentor lässt der Wind wieder nach und in der Bucht von Alcudia ist es recht ruhig.

 

Wir kriechen nochmals für ein paar Stunden in die Koje, um etwas Schlaf von der vergangenen Nacht nach zu holen.

 

Die Bucht ist beinahe leer, nur wenige andere Boote liegen hier vor Anker. Wir geniessen die Stille und das ruhige Meer,

das allerdings noch von der sehr frischen Sorte ist. Ich halte kurz mal eben den Fuss rein und lass es dabei bewenden.

 

Freitag, 12.4.2019 - Alcudia

 

Wir machen mit dem Dinghi einen Ausflug in die Marina, machen dort am Quai fest. Nach einem Bummel entlang der Strandpromenade

 

setzen wir uns in eine der Bars und probieren Pata Bravas mit Pimiento del Padron. Übers Wochenende findet anscheinend hier eine Ausstellung über den Wassersport statt. Es werden Stände aufgebaut, Hersteller stellen ihre Neuigkeiten aus, viel Publikum schlendert schon

 

über die Promenade, wegen den nahenden Ostern hat es auch schon einige Touristen.

 

Dann geht es in den Lebensmittelshop, wir müssen unsere Vorräte wieder etwas aufstocken.

 

Zurück auf der Santjana geniessen wir den Nachmittag und den Sonnenuntergang.

 

Samstag, 13.4.2019 - Alcudia

 

Heute wollen wir nach Alcudia- Stadt. Wir fahren mit unserem Dinghi nochmals ans Quai in der Marina, wo wir prompt einem Marinero in die Arme laufen. Herablassend gibt er uns zu verstehen, dass wir hier nicht erwünscht seien. Wenn wir unser Dinghi hier festmachen würden, würde er es an die Kette legen und wir müssten es dann gegen bezahlen einer Busse wieder auslösen. Das sei alles privat hier und wir sollen unser Dinghi gefälligst draussen an der Hafenmole festmachen. Danke! Zu freundlich. Die Familie im nahen Kaffee hat mit grossen Ohren gelauscht, endlich passiert mal was an dem langweiligen Ferientag.
Wir fahren wieder aus der unfreundlichen Marina und machen dann vor einem geschlossen Strandrestaurant fest, in der Hoffnung, wenigstens hier niemandem auf den Wecker zu fallen. Der Weg nach Alcudia-Stadt kommt uns diesmal nur halb so lang vor wie letztes Mal. Kein Wunder, letztes Mal herrschten hier wüstenähnliche Temperaturen von 35 Grad. Diesmal sind es sehr angenehme 20 Grad. Trotzdem gibt die Lauferei ordentlich Durst, den wir auf dem Hauptplatz vor der alten Stadtmauer löschen können.
Die engen Gässchen sind schon voller Leben, bzw. Touristen, die Restaurants beginnen sich zu füllen. Gegen zwei Uhr finden wir dann auch einen Tisch in einer Pizzeria. Pizza Familia y dos Shandies, es hat fein geschmeckt.
In Alcudia Hafen macht sich das Bier bemerkbar, so müssen wir nochmals einen Espressohalt machen im El Yate. Der dicke Kellner knurrt jedoch nur verächtlich, als wir bei ihm zwei Espresso bestellen. Der ist aber schon gut drauf, wie ist der wohl nach der kommenden Saison erst drauf?
Zu hause, bzw. an Bord ist es doch am schönsten. Keiner regt dich auf, ausser ein allzu neugieriger macht mit seinem Motorgefährt Annäherungsversuche bei uns.
Es ist ein so schöner warmer Abend, dass wir unser erstes Abendessen draussen im Cockpit feiern. Sobald aber die Sonne hinter die Bergkette versunken ist, wird es wieder kühl bzw. kalt. Pullover, Jacke wo seid ihr?

 

Sonntag, 14.4.2019 - Alcudia

 

Wir wachen auf, um uns herum ist alles grau in grau, wir stecken in dickstem Nebel! Der vergeht zwar nach einer guten Stunde, weckte doch aber eher Herbst- als Frühlingsgefühle. Die Ausstellung am Hafen treibt ihrem Höhepunkt entgegen, dazu ist auch noch Markt. Die Menschenströme schieben sich durch die Gassen der Marktstände. Uns wird der Trubel bald zu viel und wir verzeihen uns in den Schatten. Die Besucher sind witzig gekleidet von wattierten Winterjacken bis zum Top mit Trägerchen und Mini ist alles vertreten. Ich weiss nicht, wovon ich mehr ins Schwitzen komme, die Minis oder die wattierten Winterjacken!?
Leider hält das warme Sommerwetter nicht lange an, der Himmel überzieht sich zusehends, die Sonne verschwindet und es wird rasch kalt. Die Dieselheizung im Boot kommt wieder einmal zum Einsatz.

 

Montag, 15.4.2019 - Alcudia - Es Trenc

 

Kurz nach sieben steige ich mit stolzgeschwellter Brust aufs Vorschiff, drücke die Taste der Winschen-Fernbedienung um den Anker zu lichten und - nichts passiert. Ich stecke den Kabelanschluss der anderen Steuerung ein und - nicht passiert. Zerknirscht bewege ich wie ein Berserker den Winschen Hebel hin und her und hebe den Anker mit Muskelkraft. Technik! Mit einer halben Stunde Verspätung verlassen wir den Ankerplatz und überqueren die Bucht von Alcudia, während dem wir frühstücken im Cockpit.
Der Wind ist ein unsteter Geselle, mal bläst es recht ordentlich, mal ist fast Flaute. So Motorsegeln wir halt die Strecke durch, die Batterien müssen eh wieder einmal nachgeladen werden.
Kurz nach fünf fällt der Anker vor dem Strand von Es Trenc. Wir sind die einzigen vor dem 3sm breiten Strand. Kaum eine Viertelstunde später drängen sich bereits vier andere Boote um uns herum. Haben wir bitte ein Schild bei uns nach dem Motto "Hier ankern, wir suchen Gesellschaft". Wie gesagt der Strand ist guter Ankergrund 3sm breit und jetzt drängen sich fünf Boote auf 200 m. 

 

Dienstag, 16.4.2019 - Es Trenc

 

Wir werden um fünf Uhr geweckt durch ein Morgengewitter. Es blitzt und Donnert heftig, dazu rauscht Regen herunter und prasselt an Deck. Zum Glück zieht das Gewitter etwas nördlich von uns auf See hinaus. Nach einer Stunde klart es dann schlagartig auf und der Morgen wird richtig schön warm. Immerhin war für heute schönes Wetter, wenig Wind und ca. 20 Grad vorhergesagt....

 

Mittwoch, 17.4.2019 – Es Trenc nach El Arenal

 

Gegen 9 Uhr ist der Anker wieder an Deck, einmal mehr per Hand. Vorbei geht es an Cabo Blanco mit seinem Schwarz-weiss gestreiften Turm. In der Marina El Arenal geht es zuerst an die Tankstelle, um den Diesel Durst zu stillen. Dann werden wir von einem freundlichen Marinero in Empfang genommen. Es folgen Aufklaren der Santjana, Trinkwassertank füllen, Deck abspritzen, Abfall entsorgen, Wäsche waschen und aufhängen, Vorrat auffüllen, dann endlich gibt es den wohl verdienten Anlegetrunk. Es ist sommerlich warm, die Badesaison ist bereits eröffnet. Trotz des noch kühlen Wassers bewegen sich bereits ein paar weisse Gestalten im Meer.
Gegen Abend kommt mehr Wind auf, der Himmel überzieht sich und es wird kühl. Wir können unser Abendessen gerade noch so in Fasi und langen Hosen im Cockpit abhalten.
Morgen besucht uns Nico, wir freuen uns schon sehr auf ihn!

 

Donnerstag, 18.04.2019 – Arenal
Wir machen uns bei Zeiten auf, um im El Nilo einen Tisch für heute Abend zu reservieren. Als wir um die Ecke biegen, oh Schreck, das El Nilo gibt es offensichtlich nicht mehr. Trotzdem können wir unser Wiedersehen bei einem San Miguel bzw. Shandy feiern. Was für eine Freude, als er endlich aus dem Bus steigt und wir uns begrüssen können. Hei, was Nico alles für uns im Rucksack aus der Schweiz mitgebracht hat!
Das Begrüssungsessen verschieben wir spontan an Bord mit Spaghetti à la Santjana. Schnell wird es spät, ob der vielen Gespräche und wir fallen in unsere Kojen.

 

Freitag, 19.04.2019 – Arenal

Auch heute ist es draussen trübe und sehr windig, daher verzichten wir gern auf unseren ursprünglichen Plan, nach Es Trenc zu fahren um dort zu Ankern. Wind und Welle stehen voll in die ungeschützte Bucht, da ist es selbst hier, am unruhigen Liegeplatz im Club Nautico Arenal doch noch einiges ruhiger. Wir feiern den Geburri von Doris an Bord und runden den Tag mit einem Nachtessen im El Sol ab. Ganz traditionell gemischter Salat, Pizza und ein San Miguel, es hat sehr gut geschmeckt, wenn auch die Pizzas noch im Dogy Bag an Bord genommen wurden

Samstag, 20.04.2019 – Ausflug nach Palma
An der Bar im Club Nautico gibt es einen Cafe con Leche y un Croissant, dann fahren wir mit dem Expressbus nach Palma zur Estacion Intramodal. Das Wetter ist immer noch trübe grau, es ist eher Zeit für Jacke als für Badeutensilien, zeitweise nieselt es auch. Gut hat es immer wieder mal ein Cafe, wo wir in den Nieselperioden mal unter Dach kriechen können.
Wir besuchen den Placa del Cort, mit seinem Jahrhunderte alten Olivenbaum, der seltsam gewunden in der Mitte vom Platz steht. Die Kathedrale wird auch bereits jetzt in der Vorsaison von hunderten Touristen belagerten. Immer wieder laufen riesige Trauben von Touris den Guides hinterher.
Mittlerweile ist bereits Mittag durch, überall sind die Bars und Restaurants gut belegt. Im Don Piero finden wir noch Platz für drei hungrige Palma Wanderer, bei einem Shandy, Patas Bravas, Pimiento del Padron und Albondigas wird unser Hunger oder vielmehr Lust aus Taps gestillt. Der abschliessende Carajillo rundet das Essen voll umfänglich ab. Allerdings war im Carajillo wenig Cafe und viel Brandy. Jetzt wäre eine Hängematte unter Palmen recht angenehm.
Am späteren Nachmittag geht es wieder zurück in Richtung Santjana. Draussen ist es ungemütlich, wir machen es uns bei einem Planteur zum Film «Captain Ron» gemütlich. Trotz Regen draussen haben wir in der Kabine den gewünschten Karibikzauber. Nico hat uns eine Riesenladung mit DVD’s im Rucksack mitgebracht. So werden wir bei Schlechtwetter definitiv keine Langeweile haben.

 

Sonntag, 21.04.2019 – Arenal

 

Die Wetteraussichten sind nach wie vor trübe und sehr windig, ans segeln und ankern ist nicht zu denken. Wir feiern den Ostersonntag mit einem Familienbrunch an Bord mit frischem Brot, Grapefruit, gekochten Eiern, was das Herz begehrt. Dazu zaubert Nico noch zwei Osternester mit zugehörigen Schokohasen aus seinem Rucksack. Wow, diese Überraschung ist Dir wirklich gelungen!
Das Raclette am Abend passt ausgezeichnet zum heutigen Wetter, so kommt eine richtige Hüttenstimmung an Bord auf. Der Pfefferkäse sowie der gerauchte Käse schmecken besonders gut. Danach sehen wir uns «Shanghai Noon» in Englisch an. Chakie Chan und Owen Wilson im Wilden Westen unterhalten uns mal wieder blendend.

 

Montag, 22.04.2019 -  Arenal

 

Heute geht es wieder mal kurz zum Einkauf, es ist windig und regnerisch, die Temperatur unmallorcinisch tief. Wir machen einen Filmnachmittag, den wir mit den ersten Folgen aus NCIS eröffnen und mit «Shanghai Kid» abschliessen.

 

Dienstag, 23.04.2019 – Ausflug nach Soller

Wieder gibt es einen schnellen Z’Morge an der Bat im Club Nautico. Anschliessend fahren wir mit dem Bus nach Palma zur Estacion Intramodal, wo wir in den Bus nach Soller umsteigen. Heute zeigt sich zur Abwechslung auch wieder mal die Sonne. Es ist angenehm warm und wir drei geniessen den Ausflug nach Puerto Soller sehr. Trotz Vorsaison ist Puerto Soller bereits rege besucht, es kommen viele Besucher mit Busen, aber auch der historische Zug zwischen Soller und Puerto Soller ist sehr voll. Wir setzen uns in eine Strandbar, um dem ganzen Treiben eine Weile zuschauen zu können.
Beim Bummeln am Strand entlang sind wir mehrmals die Attraktion für Touristen, die in den Strandbeizen gelangweilt auf ihr Essen warten. Offensichtlich sieht man drei tätowierte Familienmitglieder nicht alle Tage…..
Viel zu schnell vergeht der schöne Tag und wir sitzen wieder im Bus nach Palma. Beim Umsteigen in den Bus nach El Arenal hat es schon eine Riesenschlange mit Wartenden. Prompt hat es dort für uns keinen Platz mehr im Expressbus. Also steigen wir wieder ans Tageslicht und nehmen den Bus 23, der an jeder Strassenecke hält. Auch der ist brechend voll, dem entsprechend gross ist das Gedränge an der Haltestelle. Schliesslich geniess wir die Ruhe in unserem Cockpit wieder bei einem Shandy. Der Liegeplatz wird immer unruhiger, die Trossen knarren und arbeiten heftig durch die Wellen, die vom Meer her in den Hafen gedrückt werden.

Mittwoch, 24.04.2019 – Arenal
Draussen scheint wieder die Sonne, allerdings weht es schön frisch und kühl. Wir bummeln der Küste entlang Richtung Cabo Blanco. Rechts die wilde Küste mit den schroffen Felsen, linker Hand die unzähligen riesigen Villen. Der Ausflug hat durstig gemacht, wir löschen unseren Durst ein letztes Mal hier auf Mallorca mit Nico in unserem Cockpit. Den Abend beschliessen wir mit einer gemütlichen Jokerrunde in der Kajüte. Herzliche Gratulation zu Deinem Sieg Nico, GGGRRRRRR ;-)Viel zu schnell ist es elf Uhr und wir kriechen in unsere Kojen und machen uns auf eine weitere unruhige Nacht mit quietschenden Fendern und knarrenden Trossen bereit.

Donnerstag, 25.04.2019  - Arenal
Im El Sol an der Strandpromenade gibt es heute für uns English Breakfast. Bald heisst es wieder Abschied nehmen von einander, Kaum zu glauben das die Woche von Nicos Besuch jetzt bereits schon wieder zu Ende sein soll. Noch ein letztes «Aaluvä und Abfallä» dann kommt schon der Bus Nr. 21 zu Flughafen. Kaum haben wir uns verabschiedet, verschwindet der Bus bereits um die Ecke und wir bleiben zurück auf Malle….
Es war eine Supertolle Woche mit Dir Nico!