Montag – 1.01.2018

 

Nach dem Feuerwerk und dem Ausklingen des Silvesters kommen wir heute Morgen erst relativ spät in die Gänge. Alle Bistros, Restaurants oder Bars oder auch der kleine Laden, wo wir jeweils das Notwendigste kaufen, haben heute geschlossen. Wir gönnen den Angestellten diese verdiente und kurze Pause. Am Abend geniessen wir ein Pietons zusammen mit Chantal und Kuusie, einem Schweizer Paar, das uns von ihren Reiseerlebnissen auf Dominica berichtet. Das Bier macht irgendwie Lust auf etwas Salziges, so teilen wir uns noch eine sehr feine Quatro Staggione Pizza. An Bord gibt es dann noch einen feinen griechischen Salat. Den Abend lassen wir bei einem Glas Rum Punch und dem Streifen «Unternehmen Petticoat» ausklingen.

 

Dienstag – 02.01.2018

 

Irgendwie haben wir noch Nachwehen von Silvester, es dauert auch heute relativ lange, bevor wir endlich aufstehen. Dafür geniessen wir das English Breakfast u so mehr. Am Nachmittag gilt es das Dinghi reisefertig zu verstauen, Wasser zu tanken und das Cockpit sauber auszuspritzen. Den Rest des Nachmittags geniest jeder auf seine Art, lesend, dösend oder ähnlich. Um 17.00 treffen wir uns wieder zum letzten Sundowner auf St. Lucia. Die Sonne geht hinter den Hügeln auf der anderen Seite der Bucht unter, wir kommen ob dem Glas Planters Rum Punch ins karibische träumen. Der Vollmond leuchtet auf unserem Heimweg zur Santjana, wo wir uns noch feine Spaghetti kochen mit einem Tomatensalat vorab. Die Tomatensauce kommt besonders gut, da Nico noch wegen Zwiebeln im Olé Op nachgefragt hat. Sein Charme hat Wunder gewirkt, wir halten eine ganze Dose frisch gehackte Zwiebeln, die wir bestens für unsere Spaghetti Sauce verwenden können. Ein absolut genialer Abend zu dritt, gemeinsam kochen, well, ich öffne die Weinflasche und schreibe am Blog, während meine beiden Mitsegler sich um das leibliche Wohl kümmern. Dank Nico duften die Spaghetti einfach verführerisch, er findet eine Super Gewürzmischung!
 Es duftet wie in einer italienischen Spaghetteria, nein, noch viel besser!!! Der Vollmond beleuchtet unser Cockpit, absolut genial und das noch bei lauen 27 Grad draussen! Ob wir nachher noch teil Vier von Pirates of the Caribbean sehen….?

 

Mittwoch – 03.01.2018

 

Heute geht es weiter von Rodney Bay auf Saint Lucia nach Le Marin auf Martinique. Das Prozedere mit dem Customs Clearing beansprucht wieder einmal viel Zeit und Geduld. Es warten vor uns auch schon bereits einige Crews die ein- respektive auschecken. Formulare müssen ausgefüllt und abgestempelt werden, ebenso die Pässe. Nach gut anderthalb Stunden sind wir soweit, dass wir die Santjana zur Tankstelle verschieben können. Auch dort ist Warten angesagt, es hat bereits einige Treibstoffhungrige Kunden am Dieselquai. Banana Joe kommt mit seinem schwimmenden Früchte- und Gemüsestand vorbei, wir kaufen noch einige Bananen als Wegzehrung. Kurz nach Zwölf machen wir uns auf den Weg hinüber nach Martinique. Der Wind bläst ganz anständig mit guten 20 Knoten und zwischen den Inseln kommt eine rechte Dünung vom Atlantik daher. Am späteren Nachmittag passieren wir den Ankerplatz vor Saint Anne, vor lauter Masten sieht man die Küste nicht mehr. Einsames Inseldasein wird es dort wohl nicht geben. Wir laufen entlang der markierten Fahrrinne in die Marina Le Marin ein und werden dort nach dem obligaten Funkcall zu unserem Platz geleitet. Den Abend beenden wir mit unserem Planteur im Bistro Kokoarum.

 

Donnerstag – 04.01.2018

Zuerst müssen wir uns wieder in Martinique anmelden, das Customs Clearing geht rassig am PC von statten.
Heute ist wieder einmal Grosseinkauf angesagt, der Supermarkt befindet sich in Laufdistanz, wir können unser Einkaufswägelchen direkt vor die Santjana fahren. Der Tag wechselt ab mit Sonne und Platzregen, Aktivitäten ausserhalb müssen stets mit einem kritischen Blick zum Himmel geprüft werden, ansonsten wird man vom Platzregen fünf bis zehn Minuten lang so richtig abgebraust.
Den restlichen Tag verbringen in der Marina, da wir morgen bereits wieder vom Platz wegmüssen.

 

Freitag – 5.1.2018

 

Wir verlegen die Santjana vom Stegplatz an eine Boje. Anschliessend geht es mit dem Dinghi zurück in die Marina und von da mit dem Bus nach Saint Anne. Nach einer knappen Viertelstunde erreichen wir den Strand, der unseren Erwartungen von Karibik schon eher gerecht wird, als der Strand bei Rodney Bay. Wir spazieren dem Strand entlang, vorbei an einem gestrandeten Zweimaster und einigen Strandbars. Der Stand mit den frischen Kokosnüssen ist bereits leergeplündert, wir heben uns eine Kostprobe der frischen Kokosnüsse für einen weiteren Strandbesuch auf.
Leider ist die Zeit schon recht fortgeschritten, aber immerhin haben wir genügend Zeit zum ausgiebig baden und einem Sundowner, bevor es dann wieder mit dem Bus von Saint Anne nach Le Marin geht. Kaum dort angekommen, öffnen sich die Schleusen des Himmels zu einem Wolkenbruch, der uns wieder ins Kokoarum flüchten lässt. Nach einem Wartebier machen wir uns im nicht mehr so ganz trockenen Dinghi zur Santjana auf, die wir nach einigem Suchen in der Dunkelheit finden. Natürlich haben vergessen das Ankerlicht einzuschalten und eine Taschenlampe einzustecken. Das nächste Mal wird uns das nicht passieren.

 

Samstag – 6.1.12018

 

Die Zeit vergeht wie im Fluge, bald müssen wir von Nico wieder Abschied nehmen. Heute wollten wir eigentlich gleich am Morgen wieder an den Strand. Das Wetter meint es aber weniger gut mit uns und macht uns einen dicken Strich durch die Rechnung. Es windet sehr stark und regnet auch immer wieder tüchtig. So an den Strand zu gehen macht wenig Sinn. So verbringen wir den Tag an Bord mit einer langen Jokerrunde, bei der uns hören und sehen vergeht, weil Doris die ganze Zeit über gewinnt. Das kann doch nicht mich rechten Dingen zugehen! Den restlichen Tag verbringen wir mit lesen und plaudern, was auch sehr schön ist.

 

Sonntag – 7.11.2018

 

Wir können wieder in der Marina festmachen, so ist es einfacher mit Nico und seinem Gepäck, wenn er uns Morgen wieder verlassen muss. Noch einmal geht es ans Einkaufen, dann fahren wir nochmals mit dem Bus zum Strand. Diesmal gibt es für jeden von uns eine Kokosnuss, die frisch aufgeschlagen wird. Ein Halm dazu und schon geniessen wir frische Kokos- Milch, fehlt nur noch ein Schuss Rum dazu. Wie haben wir diese Kokosnuss genossen, unsere Fotos zeugen von der Freude dabei.
Die Zeit am Strand verfliegt einfach zu schnell, noch ein Planteur und schon müssen wir uns wieder auf den Rückweg machen. Der Bus fährt heute Sonntag nicht ganz so häufig wie unter der Woche.
Zum Abschied von Nico besuchen wir heute das nahegelegene Bistro. Die beiden Vorspeisen haben wir sehr genossen, sie machen Vorfreude auf den Hauptgang. Leider lässt dieser dann echt zu wünschen übrig; die Moules werden kalt serviert, wir lassen sie postwendet nochmals zum aufheizen in die Küche zurücktragen. Mein Entrecote ist sehr, sehr, sehr durchzogen, statt Gratin gibt es Frites und die Flasche Rosé muss auch nochmals angemahnt werden. Ein Wunder, dass diese Beiz noch besucht wird. Offensichtlich sind wir aber nicht die einzigen mit unseren Problemen, den auch an den Nachbartischen wird mit dem Kellner diskutiert und seine Miene verzieht sich zusehends. über dem Eingang ist ein grosses Schild angebracht, auf dem zu lesen ist: Notre nouveau ésprit de restauration....!
Trotzdem ist es aber ein sehr schöner Abend, den wir drei nochmals sehr geniessen.
Als Abschluss kehren wir dann nochmals zu einem letzten Planteur bei der Konkurrenz ein.

 

Montag – 8.01.2018

 

Der Abschied von Nico naht mit grossen Schritten, wie schnell die Zeit mit uns dreien doch vergangen ist. Nochmals ein z’Morge, dann geht es ans packen.
Auf der Santjana geniessen wir noch einmal einen kleinen Imbiss zusammen. Die paar Stunden mit Nico flitzen nur noch so dahin. Noch ein letztes «aaluvä und abfallä» schon kommt sein Taxi, dass ihn zum Airport bringt. Er steigt ein, wir bleiben winkend zurück und schon ist er wieder weg.
Jetzt haben wir ihn doch erst grad in Castries am Abend bei der Fähre abgeholt und schon ist diese wunderschöne Zeit zu dritt wieder vorbei? Kaum zu glauben. Zurück bleiben wunderschöne Erinnerungen und tolle Fotos, die von unserer schönen Zeit zeugen.
Wir wünschen Nico inständig einen besseren Rückflug, ohne all die Hindernisse auf seiner Hinreise zu uns! Wir sind happy, als er uns nach einigen Stunden schreibt, dass er gut in Paris angekommen ist und bereits zum Weiterflug nach Basel unterwegs ist.

 

Dienstag – 9.1.2018

 

Ich nehme mir das gebrochene Luk vor und tausche es gegen ein Neues aus. Die Installationsanleitung lässt zu wünschen übrig, weil nicht vorhanden. Immerhin gibt es ein Video auf Youtube, dass man anschauen kann, leider macht das nur Sinn, wenn WiFi verfügbar wäre, was bei unserem Steg aber nicht der Fall ist. Nach einigem Probieren gelingt es mir dann aber das Luk wasserdicht zu montieren, kurz vor dem nächsten Platzregen. Schon ist es auch wieder Abend, den wir gemütlich an Bord ausklingen lassen. Das Karibikwetter bleibt schön Abwechslungsreich, sonnige Abschnitte werden von Regenschauern unterbrochen. In der Nacht giesst es aber besonders häufig und stark, gottseidank hält das Luk das herabfallende Wasser ab!

 

Mittwoch – 10.1.2018

 

Wir versuchen unseren Blog wieder einmal etwas zu aktualisieren, den Text können wir einigermassen gut auf unsere WEB-Page laden, bei den Fotos hapert es aber gewaltig. Ich bin etwas angesäuert und Doris meint ich solle das nicht so eng sehen. Recht hat sie damit!

 

Donnerstag – 11.1.2018

 

Wir kaufen nochmals etwas Frischzeugs ein. Um 12.00 müssen wir unseren Stegplatz verlassen und wir verlegen die Santjana auf die Reede vor Saint Anne, einem kleinen Dorf etwa drei Meilen westlich. Es hat weniger Boote vor Anker hier, im Vergleich zum ersten Mal, als wir nach Le Marin fuhren. Es weht heute kräftig, ein Test für unseren neuen Rocna Anker, welcher auf Anhieb greift und hält. Den Abend geniessen wir im Cockpit, es ist trotz viel Wind sehr warm. In der Nacht wachen wir einige Male auf, wenn der Wind die Santjana kräftig durchschüttelt, aber der Anker hält uns sicher an unserem Platz.

 

Freitag – 12.1.2018

 

Nach dem z’Morge machen wir unser Dinghi klar und fahren nach Saint Anne. Es gibt wegen dem immer noch kräftigen Wind eine spritzige Fahrt. Es zieht uns nochmals an den Strand, heute hat es einiges weniger Leute, als bei unseren ersten beiden Strandbesuchen. Das Wasser ist sehr angenehm und eine willkommene Abkühlung im Vergleich zu der schwülwarmen Luft. Auf dem Nachhauseweg im Dinghi erhalten wir eine tüchtige Brause von oben, eine Squall entleert sich direkt über uns und verpasst uns eine gehörige Dusche.
Nach zwei Tagen Funkstille bekommen wir Bescheid von der Marina, dass wir am 16.Januar für eine Woche einen Platz bekommen würden. Super, wollen wir doch noch etwas mehr von der Insel sehen und dazu ein Auto mieten.

 

Samstag – 13.1.2018

 

Mit dem Dinghi geht es nach Saint Anne, etwas bummeln, eine Kleinigkeit einkaufen. Al Pesto Sauce gibt es nicht, wir machen unsere eigene Al Pesto Sauce mit einer halben Dose Basilikum- Gewürz, Olivenöl, Knoblauchzehen und etwas Salz. Die Al Pesto Improvisation ist uns gar nicht mal so schlecht gelungen. Das WiFi im Rivière Bleu macht Hoffnung unsere Fotos doch noch mal irgendwie in unseren Blog zu laden. Mal sehen, ob es am Montag klappt.
In der Post ist es angenehm kühl, um nicht zu sagen kalt, dennoch schwitzen wir wie die Tiere und sind froh als der Automat die gewünschten Briefmarken ausspuckt. Auf der Fahrt hinaus zur Santjana treffen wir unterwegs noch zwei grosse Meeresschildkröten an, die friedlich vor uns durchs Wasser paddeln. Ein toller Moment diese Tiere so unerwartet in freier Natur anzutreffen.

 

Sonntag – 14.1.2018

 

Badetag draussen vor Anker, wir geniessen es hin und wieder ins karibisch-türkisblaue Wasser zu springen und uns abzukühlen. Wir kommen endlich dazu wieder einmal einige Postkarten zu schreiben.
So geht ein Tag in der Karibik auch vorbei, entspannt und doch sehr schnell, schon ist es wieder Abend und Zeit für einen Sundowner – will sagen «Planteur»!

Caribbean feelings....

 

Montag – Mittwoch 17.1.2018

 

Kleinere Arbeiten am Schiff, aufräumen, die Tage vergehen wie im Flug

 

Donnerstag – 18.1.2018

 

Inselrundfahrt mit dem Mietauto. Wir starten kurz vor Neun. Zuerst führt uns der Weg nach Les Salines, einem Strand etwas südlich von Saint Anne. Einfach paradiesisch und noch nicht so überfüllt  wie Saint Anne, aber am Wochenende sieht es hier sicher auch anders aus. Wir verlassen den Strand wieder in Richtung Norden nach Le Vauclin, einem kleinen Fischerstädtchen an der Ostküste. Idyllisch, aber nicht besonders viel los hier. Über Le Francois fahren wir weiter nach Le Robert und La Trinitité, wo die Strasse uns hinaus auf die Halbinsel «Presqu’Ile de Caravelle führt. Dort weit draussen im Atlantik finden sich die Überreste des Chateau Dubuc, einer Kaffee- und Zuckerrohr- Plantage, in der auch Ruhm destilliert wurde. Wir parken etwas ausserhalb und legen die letzte halbe Stunde des Weges zu Fuss zurück, es ist HEISS!
Heute zeugen nur noch die Grundmauern vom ehemaligen Reichtum und Bedeutung des Chateau Dubuc. Beim Betrachten der Anlage, deren Abgeschiedenheit und Grösse kommen Vermutungen auf, dass hier wohl nicht nur mit Kaffee und Zuckerrohr gehandelt wurde.
Wir besuchen die Ruhm Destillerie Saint James, nach deren Aussage die einzige Brennerei, die ihren Ruhm in viereckige Flaschen abfüllt. So quasi deren Markenzeichen. Ursprünglich waren Plantage und Destillerie in St. Pierre an der Westküste angesiedelt. Doch der Ausbruch des Vulkans Pélée machte kurzen Prozess mit der damaligen Inselhauptstadt St.Pierre. Die ganze Stadt wurde ausgelöscht, von den ca. 30'000 Bewohner soll lediglich ein Gefängnisinsasse überlebt haben, er wurde von den dicken Gefängnismauern vor dem pyroklastischen Fluss des Pélée geschützt.
Bei der Fahrt zurück an die Westküste haben wir den Eindruck durch einen botanischen Garten zu fahren. Überall ist es grün, alles wuchert, sei es Bananen, Palmen, Zuckerrohr oder irgendwelche Gewächse, die wir in unseren Breiten als kleine mickrige Topfpflanzen halten.
Kurz nach Fünf treffen wir südlich von Fort de France auf die Route Nationale und stehen im Stau. Kaum zu glauben, Stau hier?

 

Den Abend lassen wir an Bord ausklingen und lassen nochmals passieren, was wir alles gesehen haben.

 

 

Freitag – 19.01.2018

 

Heute haben wir wenig Wind, beinahe Windstill. Eine gute Gelegenheit an unserem Grosssegel einige Arbeit zu erledigen. So müssen alle elastischen Fixierungen der Mastrutscher ersetzt werden. Sie haben bei der Atlantiküberquerung sehr gelitten. Ebenso muss die zweite Reffleine ausgetauscht werden, sie hat beim Vorwindsegeln ebenfalls stark gelitten. Nach knapp zwei Stunden ist das Segel wieder sauber verpackt auf dem Grossbaum.

 

Samstag – 20.01.2018

 

Einkauf ist angesagt, beinahe wie im normalen Alltag. Nur fahren wir hier mit dem Einkaufswagen direkt über den Steg vor unser Boot und laden aus. Sehr praktisch und erst noch sehr umweltfreundlich.
Am Abend geniessen wir einige der feinen Tapas im «20» einem Bistro hier in der Marina. Es ist berstend voll, gut haben wir einen Tisch reserviert. Die Weinpreise liegen eindeutig über unserem Budget, wir geniessen dann unseren Schlummertrunk lieber in unserem eigenen Cockpit. Wir denken an Nico, hoffentlich können er und seine HBT- Kollegen trotz des nicht soooo tollen Wetters ihr Ski-Weekend geniessen!?

 

Sonntag – 21.01.2018

 

Heute ist es heiss und recht böig, wir werden selbst im Hafen durchgeschaukelt. Das gibt mir Gelegenheit, wieder einmal etwas an unserem Blogg zu schreiben.

 

Montag – 22.01.2018 – 2. Inselrundfahrt

 

Der Tag beginnt bereits sehr viel versprechend, zuerst stellen wir fest, dass der Stromanschluss am Steg keinen «Pfuus» mehr hergibt, das Omelette im Marina Bistro ist auf der Unterseite schwarz, dafür als Ausgleich auf der anderen Seite saftig roh ….. Im Avis- Büro vernehmen wir, dass unser auf heute Montag reserviertes Auto gar nicht reserviert ist. Nach einigen Diskussionen erhalten wir dann doch noch einen Wagen, allerdings erst nach einigen Konfusionen mit der Abrechnung.
Schliesslich geht es dann doch noch los, zuerst nach Trois-Rivières, einer weiteren Rum-Destillerie. Hier nehmen wir an der Führung durch die Destillerie teil, was meine Französisch- Kenntnisse arg herausfordert. Immerhin lernen wir dabei, dass aus 10kg Zuckerrohr ein Liter Rum hergestellt wird und aus 33'000 Liter Zuckerrohrsaft 3300l Rum destilliert werden. Die Destillerie wird zurzeit revidiert, um dann für die Ernte vom Februar bis Juni wieder auf Hochtouren laufen zu können.
Im Anschluss an die Führung haben wir Gelegenheit, die beiden hier hergestellten Rumsorten ausgiebig degustieren zu können. Allerdings muss ich mich dabei gehörig zurückhalten, da erstens der Rum immerhin 40% hat und ich anschliessend noch Autofahren sollte.
Unser weiterer Weg führt uns der Küste entlang zur Anse d’Arlette, wo ein kleines Fischerdorf mit Strand auf uns wartet. Allerdings ist der Ort nicht sehr ergiebig und der Srand auch nicht gerade verlockend, weil übervölkert. So möchten wir im Restaurant Le Litoral etwas trinken. Das Restaurant ist leer, die Bedienung schäkert mit Kollegen. Als wir uns an einen Tisch setzen, kreuzt die Mamsel dann noch mit Tischtuch und Servietten auf. Auf unser «non, merci, seulement pour un verre» erwidert sie völlig von oben herab «Ce n’est pas possible, nous somes un restaurant» und zeigt uns die kalte Schulter. Wir verlassen das ungastliche Lokal mit einem gut hörbaren «Mercie, três gentil» wieder und setzen unseren Weg fort, gut haben wir zwei Flaschen Mineralwasser im Auto!

Über Fort-de-France geht es weiter nach Saint-Pierre, der ehemaligen Hauptstadt von Martinique, bis diese Anfangs des 20. Jh. beim Ausbruch des Vulkans Pélée vollständig zerstört wurde. Auch heute zeigen sich noch Spuren des damaligen Ausbruchs. Wir wollen weiter nach Morne-Rouge und uns das dortige Musée des volcans zu besichtigen. Das Musée entpuppt sich leider als baufälliger Schuppen, nicht sehr spektakulär. Nun, vielleicht ist es ja oben beim Aussichtspunkt auf der Schulter des Pélée besser. Eine kurvige und enge Strasse führt von More-Rouge zum Aussichtspunkt, der wohl kurz nach Ausbruchs des Pélée errichtet wurde. Jedenfalls macht das Ganze einen ebensolch heruntergekommenen Eindruck wie das Musée des volcans. Zudem ist der Aussichtspunkt zurzeit in dicke Wolken gepackt, aus denen alsbald ein Regenschauer herabfällt. Also wieder zurück ins Auto ans Trockene.
An der Ostküste finden wir wieder trockenere Abschnitte, es geht entlang der Küste wieder nach Süden in Richtung Le Marin, wo wir das Auto wieder abgeben.

 

Dienstag, 23. – Freitag, 26.01.2018

 

Es ist schwülheiss, die Sonne und dicke graue Wolken wechseln sich ab. Die Wolken haben immer wieder mal einen kurzen, mitunter sehr kräftigen Regenschauer bereit. Heute Freitag war es besonders intensiv, ca. ein halbe Stunde goss es wie aus Kübeln, nur gut waren wir gerade an einem trockenen Ort unter einem guten Dach.

 

Samstag, 27.01.2018

 

Heute verlassen wir die Marina wieder, wir kaufen noch einiges an frischem Gemüse und Früchten im «Smiley», dann gibt es noch ein «Café au lait» im l’Anexe, Liegeplatz bezahlen in der Marina, die Santjana vorbereiten zum ablegen und um 11.30 machen wir die Leinen los. Wir fahren knappe 5 Meilen bis zur «Rade de Saint Anne», wo wir wieder ankern. Wir haben Glück, wir kommen genau zwischen zwei Regengüssen trocken an den Ankerplatz. Wir liegen etwas eng, aber es geht grad so. Es hat doch sehr viele Boote, die hier ankern.

 

Sonntag, 28.01.2018

 

Der Wind hat ordentlich zugelegt, es bläst sehr stark, wir haben keine Lust auf eine nasse Fahrt mit dem Dinghi an Land. Dazu kommen auch noch die Regengüsse. Die sich während dem Tage noch intensivieren und zahlreicher werden. Wir verbringen den Tag mit Lesen. Gut haben wir noch einen rechten Vorrat an e-books, die wir hier lesen können. Der Strom zum Nachladen der Tablets ist absolut kein Problem, denn der Windgenerator dreht auf Hochtouren und produziert Strom für Kühlschrank, Beleuchtung und alles andere, was man so braucht an Bord. Santjana schwoit ordentlich hin und her in dem starken Wind von gut 25 Knoten, der Anker hält auch in Böen tip-top. Das Geld der den neuen und schwereren Rocna Anker und die längere Kette machen sich bezahlt, insbesondere nach den Erlebnissen mit dem ausgerissenen Anker in der Bucht von Fornells und Alcudia letztes Jahr.

 

Montag, 29.01.2018

 

Einkaufen in Sainte Anne, Badetag an Bord

 

Dienstag, 30.1.2018

 

Wieder sehr windig und eine nasse Angelegenheit um mit dem Dinghi an Land zu kommen. Trotzdem die Aussicht vom «Trois Rivieres» lohnt sich alle Mal.