Sonntag 1.10.17 – Donnerstag 5.10.17 Unterwegs

 

Wir haben ordentlich Schwel aus Norden, dazu kommt die Windsee mit guten 2-3m Wellen, die uns zu schaffen machen. Der Santjana weniger als uns beiden. Die Tage rauschen nur so vorbei, wie die Wellen unter unserem Boot. Doris ist von 05.00 bis 09.00 auf Wache, dann Frühstück, um 11.00 geht sie nochmals 2 Stunden schlafen, anschliessend ich auch nochmals für 2 Stunden. Dann ein verspätetes Mittagessen, um 19.00 übernehme ich für 4 Stunden Wache, um 23.00 löst mich Doris wieder ab. So wiederholt sich das Spiel jeden Tag. Am Dienstag lässt wenigstens der Schwel aus Norden etwas nach, wir fahren wenigstens nicht mehr ganz so doll Achterbahn auf unserer Santjana.
Dennoch findet unser tägliches Leben stark in der Schräge statt. Einfache Tätigkeiten wie kochen, anziehen oder auch mal der Rückzug auf’s stille Örtchen geraten jeweils zu einer kniffligen Angelegenheit.

 

Die Mittagessen geniessen wir jeweils an Deck, unter anderem stehen Sweet Sour, Spaghetti und Irish Stew auf dem Menuplan, einfach jedes Mal nur sehr, sehr lecker!

 

Der Donnerstagmorgen sieht uns einige Meilen vor unserem Bestimmungsort. Leider ist es erst 05.00 morgens, alles noch stockdunkel, die Dämmerung setzt erst in gut drei Stunden ein. So ziehen wir noch einige Warteschleifen vor Madeira, bis wir dann um ca. neun Uhr am Wartequai festmachen. Leider gibt es keinen Diesel zurzeit, wie uns der Marinero anschliessend zu verstehen gibt, gestern habe ein anderes Boot den Dieselvorrat abgesogen.
Wir verholen uns an den finalen Liegeplatz, spritzen die Santjana mit Süsswasser ab und gehen Duschen, das heisse Wasser tut extrem gut! Noch einen kurzen Anlegetrunk, dann gehen wir nochmals für einige Stunden unter die Decke, wir müssen noch etwas nachschlafen. Einen kurzen Bummel durch Quinta do Lorde, ein schickes Ferienresort mit Marina, Hotels und Appartements, Dann ist es bereits Zeit für Abendessen. Wir gehen früh in die Federn und schlafen 12 Stunden bis zum nächsten Morgen.

 

Freitag, 6.10.2017 – Funchal (Madeira)

Mit dem Hotelshuttle dürfen wir gratis (!) nach Funchal und wieder retour zur Marina fahren. Ein sehr willkommenes Angebot, dauert doch die Fahrt mit dem Linienbus ca. doppelt so lange wie mit dem Shuttle. Super, dass Doris die Plätze im Bus gestern noch reserviert hat.
Die Fahrt führt entlang der Küste, vorbei am Airport, der wie ein riesiger Flugzeugträger verwegen in den Hang gebaut wurde. Funchal erleben wir als sehr lebendige, farbige und saubere Stadt, die sich an den Hang schmiegt. Im Hafen liegt ein riesiger Cruiser von TUI «Mein Schiff», entsprechend viele Touristen wuseln durch die Strassen. Der Bus hat uns bei der Talstation der Seilbahn nach Monte ausgeladen, diese Fahrt behalten wir uns aber für Dienstag vor. Wir lassen uns etwas entlang der Strassen treiben bis zum Parque de Santa Catarina. Dann gehen wir zurück bis zu Theo’s Bazar Cafe etwas Kleines gegen den Hunger gibt. Dazu gibt es passende Oldies live ab Elektroguitarre, so richtig Latinofeeling stellt sich ein. Wir finden raus, dass unweit des Parkes, welchen wir gerade besucht haben, das Denkmal von Sissi, der Kaiserin von Österreich stehen soll. Ein Grund nochmals zum Park zurück zu gehen und das Denkmal zu suchen. Zwischen Casino und Parkhotel eingeklemmt finden wir dann auch schliesslich das Denkmal von Sissi. Zurück geht es durch die Avenida M.Arriaga, vorbei an der Kathedrale und vielen Geschäften, wo wir noch Stoffe für unsere ARC Kostüme finden. Das diesjährige Motto der ARC Kostümparty lautet nämlich «Creatures of the Sea» ein ziemlich kniffliges Motto wie wir finden. Ein Muss ist auch der Besuch des Mercado dos Lavardores, der lokalen Markthalle von Funchal. Ein sehr farbiger Markt mit sehr vielen Gemüsen und Früchten, die wir zum Teil noch nie gesehen haben, wie zb. Die Frucht der Monstera, die wie eine Mischung aus Banane und Ananas schmeckt. Als wir dann einen Löffel Maraquia aus einem Becher etwas fragwürdiger Herkunft angeboten bekommen, müssen wir dann aber doch dankend ablehnen. Wir wollen da nicht Montezumas Rache heraufbeschwören. Viel zu schnell fliegt die Zeit vorbei, schon holt uns der Bus wieder bei der Seilbahnstation ab und fährt uns zur Marina, wo die Santjana auf uns wartet. Der Tomatensalat mit Mozzarella runden den tollen Tag ab.

 

Samstag, 7.10.2017 Quinta do Lorde

 

Heute ist Arbeiten angesagt. Der Blog will wieder einmal aktualisiert sein. Vorher will ich aber den Wassertank auffüllen. Dabei entdecke ich das bei der Schaukelei der letzten paar Tage offensichtlich der Inspektionsdeckel des Tanks undicht geworden ist und gut 5 Liter Trinkwasser in die Bilge gespritzt wurden. Also erst mal die Bilge trockenlegen, dann Tanken und dann kommt der Blog….

 

Doris näht derweil noch an den Schutzbezügen für die Luk’s, der Wind bringt ihren Faden an der Nähmaschine durcheinander. So hat jeder von uns zu tun, langweilig wird es uns hier nie.

 

Sonntag, 8.10.2017 Quinta do Lorde

 

Hafentag mit diversen Arbeiten

 

Montag, 9.10.2017 – Inselrundfahrt mit Mietauto

 

Um 09.30 pünktlich können wir unseren Fiat Punto übernehmen, der uns heute kreuz und quer über die wunderschöne Insel fahren wird. Auf der Autobahn geht es vorbei an Funchal nach Ribeira Brava. Von dort geht es bergan, zuerst durch eine Schlucht, später durch einen Tunnel nach Sao Vincente an der Nordküste. Die Gegend ist sehr grün, bergig steil. Im Bistro «Ferro Velho» geniessen wir einen kleinen Imbiss mit einem sehr, sehr feinen Schokoladenkuchen zum Nachtisch. Super Lecker. Das Bistro ist offensichtlich der Treffpunkt der lokalen Fussballfans, es ist kunterbunt mit Fussball Emblemen, Fahnen und Schals geschmückt. Anschliessend fahren wir auf der Bergstrasse zum Pico do Cedro hoch, wir wollen mit der Bergstrasse ER110 auf dem Gebirgskamm nach Westen. Leider ist schon wenige 100m nach dem Mirrador Schluss mit Fahren, ein Gitter quer über die Strasse und ein Fahrverbotsschild hindern uns an der Weiter fahrt. Allerdings sind heute die Wolken dermassen tief, dass wir wohl kaum sehr viel zu sehen bekommen hätten, ausser Nebelfetzen und bewaldete Berghänge. Wohl oder übel kehren wir wieder um nochmals nach Sao Vincente, um dann der Küstenstrasse entlang nach Porto Moniz zu gelangen. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke der rauen Nordküste entlang. Porto Moniz ist recht touristisch, es gibt einige Hotels und viel Reisebusse machen hier Halt. Durch sehr viele Kurven führt uns die ER101 and der SW-Küste durch Eukalyptuswälder einige 100 Meter über Meer dem Hang entlang. Dann führt uns die Strasse wieder hinunter ans Meer, es geht wieder in Richtung Marina zurück. Bevor wir das Auto abgeben, benutzen wir die Gelegenheit für einen Einkauf im Continente Supermercado. Abends nach sieben Uhr stellen wir unseren Punto wieder in der Hotelgarage ab, er hat uns wirklich sicher um die Insel transportiert.

 

Dienstag, 10.10.2017 Funchal

 

Heute benutzen wir nochmals den Shuttle nach Funchal. Der Himmel ist noch immer Wolkenverhangen und es nieselt teilweise. Nach einem Cappuchino zur Stärkung stehen wir an der Teleferico nach Monte an. Da heute drei Cruise Liners im Hafen liegen, hat es entsprechend grossen Ansturm auf das Bähnchen. Dennoch dauert es nicht wirklich sehr lange und wir sitzen in der Kabine auf dem Weg hoch ach Monte. Bei unserer Fahrt fahren wir über schöne Villen mit Gartenanlagen, gleich daneben Häuser am Einstürzen. Teilweise sieht das sehr abenteuerlich aus von oben. In Monte angelangt, streifen wir zuerst durch die Parkanlage und bewundern all die Sträucher und Bäume, die dort wachsen. Grosse Farne, Bougainvillea, Strelitzien, etc. sehr schön anzuschauen. Dann geht es zum Startplatz der bevorstehenden Schlittenfahrt. Mit Korbschlitten, den “Carro de Cesto” geht es über eine ca. 2km lange Strecke den Berg hinunter. Gemäss überlieferung soll ein britischer Geschäftsmann diese Korbschlitten, eine Mischung aus Korbsofa und Schlitten im 19Jh. Erfunden haben. Er wollte sich so den mühsamen Weg hinunternach Funchal durch all die steilen Gassen etwas einfacher und angenehmer machen. Der Korbschlitten wird jeweils von zwei “Carreirros” gestossen, gelenkt und gezogen. Nach guten fünf Minuten ist der Spass leider auch schon vorbei. Wir verabschieden uns dankend von unseren beiden Begleitern und steigen die restliche Strecke nach Funchal hinunter, hinab durch steile Gassen. Die Schlittenfahrt und der anschliessende Abstieg haben hungrig gemacht, wir stärken uns daher erstmal mit einigen Tapas. Dann stöbern wir noch etwas den Strassen von Funchal entlang, bevor uns der Shuttle um halb Sechs wieder zu unserer Marina zurückbringt. Wo ist nur die Zeit geblieben, viel zu schnell ist der Tag vorbei.

 

Mittwoch, 11.10.2017 Quinta do Lorde

 

Frühstück, dann gibt es wieder einiges zu tun. Wäsche waschen und aufhängen, Diesel aus Kanister auffüllen, die Tankstelle hat noch keinen Nachschub erhalten. Der Tankwagen soll aber am Nachmittag liefern versichert mir der Marinero. Blog schreiben, etc, etc, die Zeit fliegt wieder mal….

 

Donnerstag, 12.10.2017 Quinta do Lorde

 

Wir sind noch fleissig an Bord, um die Santjana für die Weiterfahrt nach Lanzarote vorzubereiten. Wir nutzen die gute Internet- Verbindung im Wifi- Raum, um den Blog zu aktualisieren und einige Fotos hoch laden zu können. Den letzten Abend beschliessen wir mit einem feinen “Rockfish” im Hafen- Bistro. Die Woche auf Madeira ging leider viel zu schnell vorbei, doch die weiteren Ziele locken eben auch. Zusätzlich soll das Wetter ab Wochenende eher launenhaft werden und auf eine weitere Überfahrt mit viel Schwel haben wir auch nicht sooooo Lust.

 

Freitag, 13.10.2017 – überfahrt nach Lanzarote

Kurz nach elf Uhr legen wir ab und verlassen die Insel des ewigen Frühlings. Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir kehren gerne noch einmal zurück, dann vielleicht mal für die eine oder andere Wanderung entlang der vielen Levadas. (Bewässerungskanäle)
Es ist wenig Wind vorhergesagt, aber auf Höhe der Ilhas Desertas brist es beachtlich auf. Ein Vorbote des Tropensturms “Ophelia”, die sich zwar den Azoren nähern soll, aber so ganz taue ich der Sache doch nicht.
Der Wind schläft aber ein, als wir die Ilhas Desertas am Horizont verschwinden sehen, nun, eigentlich verschwinden sie einfach im Nebel oder starken Dunst. Der Reiseintopf à la Doris schmeckt hervorzüglich! Um 19.00 Uhr beginnen meine einsamen Zeiten. Mein Co-Skipperin legt sich für vier Stunden schlafen. Dann ist sie für drei, dann ich wieder für drei Stunden und zuletzt sie wieder für vier Stunden on Duty. Es ist stockdunkel draussen, wegen dem starken Dunst oder besser Nebel sieht man keine Sterne oder Mond. Die Sicht ist ausgesprochen mies. Auf dem Grund unter uns albern gerade zwei Krebs und machen sich über die Seespinne mit ihren dürren Beinen lustig (… stelle ich mir jetzt so vor….)
Sonst helfen Eagles, Eisbrecher, Unheilig und Co. durch die einsame schwarze Nacht. Nichts sonst, nur grenzenloses Meer, ich komme mir sehr klein vor in dieser Weite.
Auf der ganzen Überfahrt sehen wir im AIS bzw. auf dem Radar drei Schiffe; die Palawan und die Morning Champion, beides Cargo Ships und die Staatsrad Lehmkuhl, ein Traditionssegler (allerdings auch unter Maschine unterwegs) Nur eines der drei Schiffe bekommen wir zu sehen, die anderen ziehen weit weg ihren Kurs an uns vorbei.

Der Samstag, 14.10.2017 ist ein weiterer grauer Tag, oben hellgrau, unten dunkelgrau, kein Wind, nur unser kleiner Dieselwind singt brav sein monotones Lied. Doris ist wegen Grippesymptomen mit Neocitran wieder in ihrer Koje verschwunden. Gute Besserung.
Der Sonntagmorgen 15.10.2017 sieht uns kurz vor Lanzarote, es bläst wieder stärker als die beiden Tage vorher. Morgens um acht Uhr haben wir den Leuchtturm “ Pta Pechiguera” querab., es geht in den “Estrecho de la Bocayna” die Meerenge zwischen Lanzarote und Fuertaventura hinein. Um ca. 10.00 Uhr tanken wir am Wartequai der Marina Rubicon auf und um 11.00 Uhr sind wir an unserem Liegeplatz am Steg B. Es folgt das übliche Anlegeprozedere: Anlegetrunk, Schiff duschen und vom Salz befreien, uns duschen und dann nochmals eine Mütze voll Schlaf nehmen. Anschliessend ziehen wir kurz durch die Marina und gehen dann beizeiten in die Federn.

 

Montag, 16.10.2017 – Marina Rubicon; Lanzarote

Wir stehen zu einer gemächlichen Zeit auf, gehen frühstücken in das nahe Bistro und spazieren anschliessend der Strandpromenade entlang nach Playa Blanca. Sehr schön, sehr sauber, sehr touristisch, trotz des fortgeschrittenen Oktobers hat es doch noch viele Feriengäste hier, man hört vor allem Englisch, aber auch etwas Deutsch mischt sich darunter.
Wir reservieren uns für den Dienstag ein Mietauto, um die Insel mal etwas auf eigene Faust zu entdecken. Dann gibt es noch das eine oder andere in der nahen Chandlery zu kaufen.

 

Dienstag, 17.10.2017 – Inselrundfahrt mit Mietauto

Pünktlich um 09:30 können wir unseren gelben Opel Adam übernehmen. Wir verlassen Playa Blanca in Richtung Yaiza, einem sehr schönen Dörfchen, wo wir im schmucken kleinen “Café Antigua Escuela” einen Cappuchino geniessen. Wir fühlen uns in der Anwesenheit der lokalen Polizei sehr sicher…. Nebst dem Café gibt es hier noch eine Kürschnerei mit Lederwaren, ein Keramikatelier, sowie eine Schmuck- und Kleiderboutique. Sehr schön zusammengestellt und nicht der langweilige Touristentrödel “Made somewhere in Fareast”. Nach der Cofeininfusion geht es weiter in Richtung Timanfaya Nationalpark, der den Besucher die heisse Seite von Lanzarote näherbringen soll. Wir sind leider nicht die einzigen die Interesse am vulkanischen Erbe von Lanzarote haben. Vor dem Montana del Fuego stauen sich schon viele Autos. Nach einer Stunde sind wir aber auch schon oben auf dem Vulkan, können unseren Adam parkieren und die Vorführungen an den diversen Krateröffnungen bestaunen. An einer Stelle ist es knapp unter der Oberfläche immer noch ca. 250 Grad heiss, was den Bündel mit dürren Zweigen schnell in Flammen aufgehen lässt. Weiter oben schüttet ein Parkangestellter einen Eimer Wasser in ein Bohrloch, das ca. 10m tief hinunterführt in eine ca. 400 Grad heisse Schicht. Augenblicke später schiesst eine Wasser und Dampffontäne aus dem Bohrloch, ein künstlicher Geysir. Im Restaurant wird mittels Erhitze Poulet Beine grilliert, Pollo à la Volcano sozusagen. Die anschliessende Rundfahrt mit dem Car durch die Krater und Lavalandschaft ist wirklich ein Erlebnis, zumal sich die letzten Eruptionen im 18. Und 19. Jahrhundert erdgeschichtlich erst vor einem Wimpernschlag ereignet haben. Nach ca. vier Stunden fahren wir weiter der Nordwest Küste von Lanzarote hoch bis nach La Santa und Caleta de Farmera, offensichtlich bekannt bei den Surfern. Dann führt uns die Fahrt weiter nach Teguise, das örtliche Piratenmuseum im Castiloa auf dem Hügel über der Stadt hat aber bereits schon geschlossen. Der Mirador del Rio steckt in den Wolken, von Aussicht keine Spur, nur graue Suppe ringsherum. Über Tahiche und San Bartolomé fahren wir wieder in den Süden der Insel. Alles ist hier sehr dicht beisammen und überschaubar, kein Wunder umfasst die Insel doch nur etwa 830km2.

 

Mittwoch, 18.10.2017, Marina Rubicon, Playa Blanca

 

Mietauto abgeben und der Strandpromenade entlang zum Frühstück. Anschliessend wieder einmal ein Besuch in der Ships Chandlery für dies und das. Wir müssen für das ARC, das in etwa einem Monat startet in Las Palmas, noch das eine oder andere nachrüsten. Die Hafentage hier bieten dazu eine gute Gelegenheit, wie Sicherungen für die Steckschotts anbringen, damit diese nicht unfreiwillig über Bord gehen.
Um fünf sind wir bei Ueli zum Apéro eingeladen. Er ist hier “angekommen”, wie er selbst sagt und kennt die Insel wie seine Westentasche. Die Stunden bei ihm an Bord fliegen sehr schnell vorbei, es macht grossen Spass mit ihm zu plaudern und zu lachen.

 

 

Donnerstag, 19.10.2017 – zweite Inselrundfahrt

 

Heute soll sich das Wetter nochmals so richtig von der sonnigen Seite zeigen, daher entschliessen wir uns für einen zweiten Tag mit Mietauto. Wir halten nochmals in Yaiza im gleichen Café und geniessen nochmals den feinen Café con Leche dort. Anschliessend geht die Fahrt durch das lokale Weinanbaugebiet, wo wir in der Bodega “Rubicon” halt machen und Wein degustieren. Da es auch schon wieder bald Mittagszeit ist, geniessen wir den kühlen Schluck aus Malvoisie- Reben unter den grossen Eukalyptusbäumen im Hof. In Teguise besuchen wir das Piratenmuseum auf dem Hügel neben der Stadt. Dort wird die Geschichte der Inseln erläutert mit den zahlreichen Eroberungen und Plünderungen der diversen Macht und Geldgierigen Herrscher aus längst vergangenen Zeiten. Über Tahiche gelangen wir anschliessend zum Jardin de Cactus, einer wunderschön angelegten Anlage, in der viele Dutzend verschiedene Kakteen wachsen und bewundert werden können. Von ganz kleinen Mini-Agaven bis zu riesengrossen Saguaro- Kakteen gibt es dort wohl so ziemlich alles zu sehen, was Stacheln hat und wenig Wasser benötigt. Gegen 16 Uhr treffen wir dann schliesslich bei den “Cuevas de los Verdes” ein. Gemäss der Führerin hat der Volcano Monte Corona diesen Lavatunnel vor ca. 5000 Jahren geschaffen. Gut einen Kilometer der gesamten Länge von gut fünf Kilometer sind der Öffentlichkeit zugänglich und können mit einer Führung durchlaufen werden. Stellenweise eng und niedrig geht es durch den Untergrund. Wahnsinn, wenn ich bedenke, dass hier vor ein paar tausend Jahren glühend heisse Lava des Vulkans ins Meer geflossen ist und diesen Tunnel geformt hat. Wir sind sehr beeindruckt von der Kraft des Feuers, aber geniessen auch wieder den Ausstieg ans Tageslicht. Über Haria, Teguise und Yaiza führt uns die Strasse wieder nach Playa Blanca, wo wir unseren gelben Opel Adam wieder abgeben.

 

 

Freitag, 20.10.2017, Arbeiten an der Santjana

 

-          Befestigungen für Lifebelts im Cockpit anbringen

 

-          Notpinne vorbereiten

 

-          WC abdichten

 

-          Schublade reparieren (Skipper hatte zu lange Beine)

 

-          Blog schreiben

 

-          Etc…..

 

Samstag, 21.10.2017, weitere Arbeiten warten…..

 

Dienstag, 24.10.2017- Mittwoch, 25.10.2017 Überfahrt nach Las Palmas

 

So gegen 17.00 verlassen wir Lanzarote in Richtung  Las Palmas auf Gran Canaria. Es gibt wieder einmal eine Nachtfahrt, da wir die Distanz bis Las Palmas nicht mit Tageslicht zurücklegen können.
Anfangs haben wir nur sehr schwachen Wind, dafür Welle von Achtern. Achterbahn fahren ist angesagt. Gegen Morgen frischt es aber zügig auf und vor dem Hafen Las Palmas haben wir bald mal 25 Knoten. Das Empfangsquai sei belegt zur Zeit erfahre ich am Funk, meine Frage, ob wir statt dessen an die Tankstelle dürfen wird dann schliesslich positiv beantwortet. Nach dem Tanken dürfen wir bis zum Start des ARC Rallies am Stegplatz J42 festmachen. Der örtliche Marinero unterstützt uns dabei netterweise, als Zweier Crew sind wir immer froh über ein paar zusätzliche Hände.

 

Donnerstag 26.10.2017 - Las Palmas

 

Wir kundschaften die Marina und das umgrenzende Stadtgebiet aus. Bereits können wir einige ARC- Flaggen im Wind flattern sehen, es ist ein schöner Anblick. Der ARC Stand bereitet sich auf den ersten Ansturm der ARC+ Teilnehmer vor, diese werden ca. eine Woche vor uns starten und auf den Kapverden Zwischenhalt einschalten. Wahnsinn, wie schnell der Tag verfliegt.

 

Freitag, 27.10.2017 - Las Palmas

 

Zwischenstop bei lokalen Schiffsausrüster, wir benötigen noch einige “Kleinigkeiten” wie Bilgenpumpe, die plötzlich ihren Geist aufgegeben hat, Gastlandflaggen, der Inselstaaten in der Karibik, die wir besuchen wollen, etc.

 

Samstag, 28.10. – 1.11.2017 Maspalomas

 

Wir geniessen drei Tage Auszeit in Maspalomas, am Mittwoch 1.11.2017 sind wir wiederum zurück auf der Santjana, wo es jetzt noch einiges an Vorbereitungs- Arbeiten gibt.