Freitag  - 1.12.2017

 

Die Bordroutine beginnt mit dem gemeinsamen z’Morge um 09.00. Anschliessend versuche ich die aktuellen Wetterberichte via Kurzwellen- Verbindung herunter zu laden, was immer schwieriger wird, je weiter wir uns von Europa entfernen. Die SailMail Station in Belgien kriege ich nicht mehr rein und die Station auf Trinidad noch nicht.
Um halb zwölf UTC verzieht sich Doris in ihre Koje und um 12.00 UTC folgt der tägliche ARC Roll-Call in dem die Boote der Gruppe A ihre Positionen und Wetterberichte durchgeben. Um 13.00 haben wir meistens einen kleinen Lunch und um 13.30 wird es Zeit für mich in die Koje zu legen um bis 16.00 Uhr versuchen etwas zu schlafen. Um 18.00 Uhr haben wir unser gemeinsames Nachtessen im Cockpit. Dann folgt der Tagesabwasch. Um 19.00 beginnt meine erste Nachtwache und Doris hat ihre 4 Stunden Schlaf, um 23.00 wechseln wir ab. Dann gibt es nochmals Wechsel um 02.00 und um 05.00. Dann beginnt der neue Tag wieder mit dem gemeinsamen Frühstück. Diese Bordroutine hat sich gut eingespielt und wird lediglich durch Kurswechsel und Wechsel der Segelstellung unterbrochen.
Es ist kaum zu glauben, wie schnell sich ein Tag an den anderen reiht. Der Wind hat sich wieder eingefunden – bei diesen Windverhältnissen und Geschwindigkeit haben wir noch 13 Tage bis St. Lucia.
Wir haben einen Adventskalender an Bord, zwar einen improvisierten bestehend aus nummerierten Wäscheklammern, aber immerhin.

 

Woche 3 – 4. – 10.12.2017

 

6.12.2017 – Samichlaus

 

Der Schwell macht uns zu schaffen, die Wellen kommen aus verschiedenen Richtungen und beuteln uns recht heftig, besonders wenn wir wenig Wind haben. Heute erwischt uns die erste Squall mit viel Regen und viel Wind, wir reffen rechtzeitig. Wir geniessen unser letschtes Rüebli, das dank der Aufbewahrung in Alu-Folie die lange Lagerzeit gut überstanden hat. Sonst haben wir noch 1 frische Tomate und drei (!) Cherry- Tomaten….

 

 

 

Samstag  - 9.12.2017

 

Am Morge gibt es beim Ausreffen noch eine kleine Aufregung, das Gross verhakt sich irgendwo und wir müssen die Santjana in den Wind stellen um die Verhakung zu lösen. Am Abend werden wir mit einem wunderschönen Sternenhimmel belohnt

 

 

 

Sonntag  - 10.12.2017

Der Tag beginnt mit 3kn Fahrt …. Wir hoffen auf mehr Wind…. Es geht den ganzen Tag weiter mit schlagenden Segeln flap… flap …. flap die Segel knallen die ganze Zeit wegen dem Schwell von der Seite und dem schwachen Wind

 

Woche 4 – 11. – 17.12.2017

 

Montag  - 11.12.2017

 

Hanspeter hat einen Hexenschuss eingefangen, vermutlich wegen der ganzen Sitzerei und der wenigen Bewegung an Bord hier. Es folgt eine Dafalgankur und mehrere Wärmepflaster am Rücken.
Wieder gibt es einige Squalls, die ihr übles Spiel mit uns treiben.

 

Dienstag  - 12.12.2017

 

Endlich wieder einmal ein Tel mit Nicolai per Satphone – wir freuen uns im auf diese Weise zum Geburtstag gratulieren zu können und freuen uns sehr ihn wieder einmal direkt zu hören! Wir wünschen ihm alles, alles Gute und hoffen er kommt schön zum feiern im Hardy’s in Bremgarten! Den ganzen Tag über nur wackel, wackel, wackel wegen Schwell und wenig Wind. Am Abend kommt wieder etwas Wind auf und wir können Butterfly segeln, dh. das Gross auf die eine Bordseite und die Genua auf die andere Seite, mit der grossen Segelfläche geht die Fahrt vor dem Wind ganz flott voran.

 

Mittwoch  - 13.12.2017

 

Unsere Anspannung lässt etwas nach, es war die letzten paar Tage recht nervig, bis wir wieder einmal etwas konstanteren Wind gefunden haben. Die Wetterprognose erhalte ich seit Tagen nicht mehr und auch der tägliche ARC Roll- Call gehört seit einiger Zeit der Vergangenheit an, da die Boote der NetController bereits in St. Lucia eingetroffen sind.
Wenn der Wind so durchhält, erreichen wir in drei Tagen unser Ziel. Der Abend und die Nacht bringen grosse Cumuluswolken, aber keinen Regen oder viel Wind.

 

Donnerstag  - 14.12.2017

 

In einer Woche besucht uns Nicolai, wir freuen uns riesig. Wir sind immerhin mit 5 kn Fahrt unterwegs. Ebenso freuen wir uns auf die erste Dusche, bald vier Wochen nur etwas Katzenwäsche jeden Tag, vielmehr lag wegen dem nicht allzu reichlichen Süsswasser nicht drin. Zwar führen wir an Deck noch 4 Reservekanister à 20 Liter mit, aber die Hälfte davon ist bereits im Tank. Ebenso haben wir beide Dieseltank bis auf je eine Viertel heruntergefahren, es bleiben noch ca. 80 Liter, die uns allenfalls noch einen knappen Tag Fahrt unter Motor erlauben.

 

Freitag  - 15.12.2017

 

Die Fahrt geht flott voran, bis der Wind am Nachmittag wieder einschläft…. Es ist zum …. kotzen, heulen oder was auch immer….

 

Samstag  - 16.12.2017

 

Wind kommt auf und wird immer stärker, je näher wir uns St.Lucia nähern. Der Zeiger des Windmessers pendelt sich schlussendlich bei ca. 25. Knoten ein. Leider wird es trotz des stärkeren Windes nicht mehr hell sein, wenn wir am Ziel einlaufen. Ein komisches Gefühl, der Adrenalinpegel steigt. Gegen 22 Uhr runden wir Pidgeon Island auf der Westseite von St.Lucia, es ist pechschwarze Nacht, wir sehen viele Lichter am Ufer und versuchen uns mit Hilfe der Karte auf dem Plotter ein Bild zu machen, wo wir eigentlich hinmüssen. Das ARC- Boot, welches die Durchfahrt der Ziellinie kontrolliert, meldet sich sofort auf meinen Funkruf. Uns fällt ein Stein vom Herzen, wir waren nämlich nicht mehr sicher, ob die ARC Crew am letzten Abend noch im Dienst sein werde. Vielen Dank dem ganzen ARC- Team, ihr wart SPITZE!
Wir nehmen die Segel herunter und versuchen uns einen Weg durch die teilweise unbeleuchteten Boote zu bahnen, die vor der Einfahrt zur Marina vor Anker liegen. Wir werden vom ARC Berthing Team in Empfang genommen und zu unserem Liegeplatz gelotst. Unterwegs passieren wir eine Bar am Ufer, in der einige ARC Crews feiern und uns lautstark begrüssen. Nach einigen Augenblicken liegen wir sicher vertäut zwischen zwei Booten und werden von Andrew Bishop seines Zeichens ARC Operations Manager mit einem Planters Punch begrüsst. Der Augenblick ist überwältigend! Eine Welle aus Freude, Glück und Entspannung schwappt über uns. Die 4 Wochen hatten es einfach in sich, mit einem Mal ist die ganze Anspannung dahin, wir sind nur noch glücklich angekommen zu sein ohne Unfall oder grössere Katastrophe mit der Santjana! Die 28 Tage auf See lassen uns taumeln, wir laufen herum wie betrunken, also an dem einen Glas Planters Punch kann es nicht liegen. Wir werden von Göran, dem NetController auf der ELLEN noch zu einem Bier an der Marina Bar eingeladen und landen in einer Party mit MEGA- Stimmung. Von überall tönt es «Well done! Congratulation! Nice to meet you on this side!» Etc. Wir sind so aufgezogen durch das Erlebnis, dass wir nicht vor halb drei in die Koje kommen.

 

Sonntag  - 17.12.2017

Wir schlafen erstmals aus, dann gilt es das Anmeldeprozedere zu durchlaufen. Health Office, Customs, Immigration und Port Captain, dann Check-in in der Marina Rodney Bay. Das Ganze dauert etwa 2 Stunden. Den Nachmittag geniessen wir erstmal indem wir etwas die Seele baumeln lassen. Immer wieder treffen wir auf ARC Crews mit denen es etwas zu schwatzen gibt.

 

Montag  - 18.12.2017

 

Leider verlässt uns ELLEN bereits wieder, sie zieht es in den Süden. Sehr gerne hätten wir uns noch bei einem Bier von Göran und seiner Crew bedankt und uns persönlich von ihnen verabschiedet. So bleibt nur ein kurzes Winken, als sie an uns vorbeifahren und ein letztes «Fair Winds», dann sind sie weg. Ob wir sie jemals wiedersehen?
Am Abend geniessen wir eine Pizza Quatro Staggioni in der Marina Pizzeria und kommen mit der einheimischen Dame am Nachbarstisch ins Gespräch. Sie wartet ewig auf ihr Date und ist froh um etwas Ablenkung. Ich hoffe ich habe sie mit meiner Fragerei zu St.Lucia und ihren Bewohnern und Bräuchen nicht allzu sehr genervt
😉

 

Dienstag  - 19.12.2017

Heute nehmen wir die beiden Vorsegel herunter und bringen sie zum Segelmacher. Sie haben durch die Strapazen der letzten 4 Wochen etwas gelitten und benötigen eine fachmännische Hand. Anschliessend geht es zum ersten Mal in den Supermarket ausserhalb der Anlage von Rodney Bay. Nach ca. 20 Minuten Fussmarsch entlang der Hauptstrasse erreichen wir den Supermarket in dem wir uns wieder mit frischer Verpflegung ausrüsten.

 

Mittwoch - 20.12.2017

Von Nico erhalten wir gute Nachricht, er hat es nach einigen Anläufen geschafft die Fähre von Martinique nach St.Lucia zu buchen. Er wird am Donnerstag eine laaaaange Reise zu uns antreten mit den verschiedensten Transportmitteln, Bahn, Bus, Flugzeug und Schiff. An Abwechslung wird es ihm nicht mangeln!
Heute sind wir noch auf die Suche nach einer Kette oder Kabel gegangen, mit der wir unser Dinghi gegen Langfinger sichern können. Im Johnsons Hardware Store gegenüber der Marina sind wir dann nach einer Weil fündig geworden.

Endlich können wir auch mal wieder unseren Blog aktualisieren, es geht zwar wegen dem nicht allzu performanten WiFi langsam, aber immerhin. Nächstens wollen wir den Blog auch noch mit ein paar Fotos von unseren langen vier Wochen bebildern.

Hier in St.Lucia ist es schön schwül-warm, die Sonne wechselt sich ab mit dicken schwarzen Wolken, die sintflutartigen Regen bringen, der allerdings selten länger als 5 Minuten anhält. Dafür ist es nachher schön feucht wie in einer Waschküche. Nur gut, wenn der Passat wieder einsetzt und etwas Kühlung bringt.

 

 

Donnerstag – 21.12.2017

 

Heute nehme ich mir in den trockenen Phasen das Luk im Bord WC vor und versuche den abgebrochenen, weil nur angeleimten Griff, am Lukverschluss zu ersetzen. Es gelingt so einigermassen, obwohl sich das kleine Luk nicht mehr 100% schliessen lässt. Das wird nochmals etwas Zeit benötigen, um das Luk wieder dicht zu kriegen.
Am Mittag erhalten wir von Nico die Nachricht, dass er im Shuttle zwischen dem Flughafen Orly und Charles de Gaulle im Stau steckenbleibt und den Anschlussflug nach Martinique verpassen wird.
Immerhin findet er Unterschlupf in einem Airport Hotel und bekommt einen neuen Flug für den nächsten Tag. Wir fahren Achterbahn mit unseren Gefühlen und leiden mit Nico mit!

 

Freitag – 22.12.2017

 

Heute können wir unsere beiden Vorsegel wieder aus der Reparatur bei Kenny dem Segelmacher abholen…. Die Biskaya (kleines Vorsegel bei uns) hat sich im Sturm in der Biskaya selbstständig entrollt und wurde durch das nachfolgende hin und her schlagen des Segels etwas in Mitleidenschaft gezogen. Es hat damals eine Weile gedauert bis ich das Vorsegel soweit bändigen konnte, dass es sich bei dem starken Wind wieder einrollen lies.
Bei der Genua beginnt sich am Fussliek eine Naht zu öffnen, kein Wunder bei den schlagenden Segeln auf der Atlantiküberquerung. Kenny hilft uns die beiden Segel fein säuberlich zusammen zu rollen. Auf seinem grossen Segelboden gelingt das auch viel besser, als bei uns beim ausrollen und falten der beiden Segel an Bord.
Gut, dass der Wind mal kurz innehält. Nach einer knappen Stunde sind beide Segel wieder an ihrem Platz und zum Einsatz bereit. Kaum sind die beiden Segel gesetzt, kommt eine grosse schwarze Wolke daher gesegelt und leert sich über uns aus. Glück gehabt.

 

 

 

Samstag – 23.12.2017

 

Heute ist es schön sonnig und warm, nur wenige Wolken zieren den Himmel. Wir geniessen unser Frühstück im Olé Op, einem Bistro in der Rodney Bay Marina. Nico ist schon in aller Frühe im Ferry Terminal von Fort de France auf Martinique eingetroffen. Hoffentlich klappt alles mit der Fähre nach Martinique.
Am Nachmittag sind wir nochmals im Olé Op, diesmal um E-Mails zu schreiben und zu versenden ….. Schneckenpost, aber eigentlich nicht wegen dem WLAN, sondern dem Mailportal, das sich immer wieder aufhängt.
Um ca. 14.00 Uhr machen wir uns mit einem der zahlreichen Sammeltaxis auf den Weg nach Castries. Unser Fahrer legt ein flottes Tempo vor, das durch häufiges Hupen noch beschleunigt werden soll. Nach einer halben Stunde kommen wir trotz diesem Fahrstil wohlbehalten in Castries an und das erst noch mit Linksverkehr.
Nico ist noch immer am Warten vor der Fähre, es geht nicht vorwärts. Er weiss auch noch nichts von einer bestätigten Abfahrtszeit.
Wir schlendern derweil etwas verloren in Castries herum, als Exoten unter all den Einheimischen hier.
Irgendwie versucht hier jeder einem etwas anzudrehen, so werde ich angesprochen: «Hey man, god told me this morning that I will make a big sale to you…!» … schön und gut, aber was soll ich mit einem LEGO- Bausatz?!
Um vier Uhr erreicht uns endlich das SMS von Nico, die Fähre ist unterwegs, mit ihm an Bord!

 

Wir warten in einer Billardbar bei der lokalen Markthalle und löschen unseren Durst mit einem Pieton- Bier. Unglaublich wie langsam die Zeit vergeht.
Wir warten und warten vor dem Ferry- Terminal, was eigentlich mehr einen Warenumschlagsplatz mit zwei Türen für Arrival und Departure darstellt, der meiste Platz wird von grossen Containern belegt. Ein paar dutzend St.Lucianer warten mit uns die Ankunft der Fähre, welche sich tröpfchenweise zu entleeren beginnt. Unglaublich, was da nebst Gepäck alles mitgeschleppt wird…. Nebst riesigen Koffern, Paketen, Möbeln, TV-Geräten etc. fehlen eigentlich nur noch lebende Güter…. Ansonsten herrscht das gähnende Chaos., immerhin hat Doris mittlerweile ein Taxy organisiert, dass uns zur Marina zurückbringt. Es ist mittlerweile stockdunkel und die Sammeltaxis sind verschwunden.
Mittlereile ist unser Taxi verschwunden, der Fahrer hat uns dessen «Brother» vorgestellt, der uns zur Marina fahren soll.
Nach einer langen, langen, seeeehr langen Wartezeit erscheint dann auch noch Nico, sichtlich geschlaucht von den Strapazen der langen Reise und den unzähligen Reisevehikeln, mit denen er fahren durfte. Die Wiedersehensfreude ist riesengross, kein Wunder nach der langen Zeit!
Nach einigem Hin und Her finden wir dann doch noch einen «Taxi- Fahrer», der uns nach Rodney Bay Marina fährt. Allerdings sind seine Abkürzungen, die er wegen dem Stau auf den Strassen nimmt, im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig. Immerhin kennen wir ihn nicht und die Gegenden durch die er uns fährt noch weniger. Dennoch erreichen wir nach einer guten halben Stunde wohlbehalten unsere Marina und können Nico an Bord der Santjana willkommen heissen. Ein erster Planter’s Rum Punch mit ihm an der Board Walk Bar zusammen mit ihm beschliesst den langen und dennoch sehr schönen Abend.

 

Sonntag – 24.12.2017
Es weihnachtet sehr, trotz der schwül-warmen Temperaturen. Zuhause in der Schweiz liegen Schnee und Eis, so richtig, wie man sich Weihnachten vorstellt. Hier laufen wir den ganzen Tag über in Shorts und T-Shirts herum und schwitzen dennoch kräftig. Nur gut, gibt es funktionierende Duschen.
Der Salon auf der Santjana ist festlich geschmückt, wir haben sogar einen kleinen Weihnachtsbaum über den Atlantik gefahren. In den paar Weihnachtskugeln, die wir aufgehängt haben, spiegeln sich die Kerzen und die Weihnachtssterne von Sonja aus Canada.

 

Montag – 25.12.2017

 

Unser Weihnachtessen geniessen wir im «Bosuns» Thai Restaurant. Ein sehr feines Thai- Curry mit einem Pietons Bier geniessen wir in einer sehr gemütlichen Atmosphäre. Wir haben einander viel zu erzählen und geniessen den gemütlichen Abend auf der Veranda in der warmen Nacht zu Dritt.

 

Dienstag – 26.12.2017

 

Doris und Nico nehmen sich unser Schlauchboot vor, zerren es aus dem Vorpiek ans Tageslicht und pumpen es auf. Wir wollen erstmal testen, ob es die Reise heil und ohne Leck überstanden hat. Während der Zeit baue ich das Autoradio ein, den Nico mitgebracht hat. Vielen Dank Nico dafür!
Der alte Radio hatte so seine Macken, kein Wunder in der feuchten und salzigen Umgebung. Leider stellt sich bei der Aktion heraus, dass auch die beiden Aussenlautsprecher nicht mehr funktionieren und ersetzt werden müssen.

 

Mittwoch – 27.12.2017

 

Wir machen uns am Morgen auf ins Nachbardorf um im dortigen Supermarkt unsere Vorräte wieder auf zu frischen. Der «Spaziergang» entlang der Strasse in voller Sonne ist sehr Schweiss treibend.
Kaum sitzen wir im Schatten mit einem kühlen Glass in der Hand kommt auch schon ein «Artist» zu uns und bietet uns seine Kunstwerke an. Rede gewandt erzählt er aus seinem Leben und schon stehen auch seine Frau und seine beiden Töchter vor uns und wollen uns auch noch etwas aus ihrer Sammlung verkaufen. Als wird dann abwinken und zum Aufbruch blasen, ist die Reaktion nicht mehr ganz so freundlich, alle ziehen eine etwas saure Miene als wir von dannen eilen. Unsere Einkaufstüten schleppen wir dann nicht mehr entlang der Strasse zurück, sondern wir nehmen eines der Sammeltaxis und lassen uns bis zur Marina fahren.

 

Donnerstag – 28.12.2017

Heute nehme ich mir unseren Aussenborder vor und versuche ihn nach der Atlantik- Pause wieder zu starten. Tankentlüftung auf, Benzinhahn auf und schon rinnt das Benzin aus dem Motor und tropft ins Wasser! Was ist das denn nun wieder? Ist durch die Schaukelei irgendetwas im Aussenborder gebrochen oder abgefallen! Meine nähere Untersuchung bringt nichts zu Tage. So mache ich mich auf die Suche nach einem Experten in Sachen Aussenborder. Roger kommt dann auch wirklich wenige Augenblicke später bei uns vorbei, nach dem ihm sein Kollege in der Capitainerie Bescheid gegeben hat. Er nimmt unseren Aussenborder zu sich in seine Werkstatt. Eine knappe Stunde später erscheint er mit dem Vergaser wieder bei uns und zeigt mir die Ursache des Problems. Die Dichtungen des Vergasers sind völlig aufgelöst! Wohl verstanden, der Aussenborder haben wir vor einem halben Jahr neu gekauft!
Am Nachmittag erhalten wir unseren Yamaha - Aussenborder wieder revidiert zurück. Hoffentlich halten jetzt die Dichtungen länger als ein halbes Jahr!

 

Sonntag – 31.12.2017

 

Der letzte Tag im Jahr zeigt sich eher von der feuchten und regnerischen Seite. Immer wieder kommen schwarze Wolken und bringen schauerartige Regenfälle. Es ist feucht und schwül-warm.
Wir verbringen den Tag meistens unter Dach mit Lesen und Blog schreiben.