Logbuch 2016

 

August 2016, nach langer Suche im Internet und Fachzeitschriften endlich ein Lichtblick, was Typ, Zustand, Alter und Preis der Yacht anbelangt. Da wir in der Nähe des Liegeplatzes der in Frage kommenden Yacht unsere Ferien verbringen, machen wir uns auf zu dem Broker im Rhone Delta.

 

Die Yacht entpuppt sich als solider Stahlbau, One-Off, 41 Fuss lang, wenig gesegelt und teilweise noch im Bau. Sehr gut gefällt uns die unkonventionelle Einteilung der Kabine, daher auch die Benutzung der Yacht als «Hausboot». Weniger gefallen uns der Ausbau und die Bedienung der Segel.

 

Der Broker zeigt uns noch zwei andere Boote, die unter der Mittelmeersonne einer besseren Zukunft entgegenträumen…. Leider entsprechen diese weder unserer Vorstellung bezüglich Alter und Zustand des Bootes, dass wir uns reicher an Erfahrung und mit konkreteren Vorstellungen wieder unseren Ferien zuwenden können.

 

 

Im September 2016 werden wir erneut fündig, eine OVNI 395 in der Bretagne weckt unsere Neugier. Die ersten Eindrücke aus der zugestellten Beschreibung und den Fotos geben Anlass zur Hoffnung. So nehmen wir Mitte September die 1200km Weg nach Arzal unter die Räder

 

Wir besichtigen insgesamt 4 Boote, eine OVNI365 und drei OVNI395, von denen wir von einer besonders angetan sind, was Alter, Zustand und Unterhalt anbelangt. Der Preis ist allerdings eher über unserem Budget. Wir gehen aber davon aus, dass der Refit einiges günstiger kommt, so dass sich das wieder ausgleicht.

 

Ein paar Telefonate und E-Mails später, sind wir im Oktober 2016 wieder in Arzal, diesmal mit einem Experten, der das Boot prüft und seine Expertise abgibt. Weiterhin sieht alles vielversprechend aus.

 

Dazwischen frischen wir unsere Kenntnisse in Sachen Brandbekämpfung und Medizin an Bord an einem CCS Kurs auf.

 

 

Im November 2016 nehmen wir am ISAF Kurs bei der Segelschule Nessi in Brunnen teil. Der Kursleiter Klaus Hahnakamp instruiert uns in der Benützung von Rettungsinseln, Rettungsmitteln auf See, Signalmittel, Brandbekämpfung, Bekämpfung von Leckagen, etc.

 

Die zwei Tage mit Theorie und Praxis sind lehrreich, obwohl wir Teilnehmer hoffen, das Erlernte nie wirklich in Realität einsetzen zu müssen.

 

Mittlerweile stapeln sich die Kisten in unserer Wohnung. Wir sortieren unsere Habe, die wir mit an Bord mitnehmen wollen, was eingestellt werden soll und was über die Klinge zu springen hat, sprich entsorgt werden soll.
Dazwischen beanspruchen uns Themen wie Versicherung der Yacht, Krankenkasse, AHV, Abmelden am Wohnort, Steuern, Anmeldungen beim Seeschifffahrtsamt und Bakom für die Funkkonzession, etc….
Unsere Liste mit den ToDo’s wird immer grüner, je weiter die Zeit fortschreitet, umso mehr Tasks können wir grün einfärben. Wo wir vorher 5 Monats- Blätter mit Todo’s am Wandbrett hatten, sind mittlerweile nur noch zwei Blätter übriggeblieben.

 

Anfang Dezember 2016 lernen wir im Medizinkurs vom CCS Bern ("Nähkurs" wie wir mit Nadel und Faden gröbere Blessuren wieder zusammenflicken können. Auch das Setzen von Infusionen wird geübt, mit unterschiedlicher Trefferquote....

Weiter erfahren wir hier, was sonst noch so alles in Sachen Medizin und Ausrüstung berücksichtigt werden muss. Insgesamt ein sehr lehrreiches und kurzweiliges Lern- Wochenende in Bern.